15.01.2013 09:29
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EUR/USD: Aufwind durch US-Notenbank!

Die US-Notenbank will die Wirtschaft so lange unterstützen, bis diese wieder auf eigenen Beinen stehen kann.
Das bekräftigte am Wochenende der Vorsitzende der Federal Reserve des Distrikts Chicago, Charles Evans. Dabei bezog er die Beseitigung der Schieflage im Staatshaushalt mit ein, auch hier könne die Geldpolitik einen wichtigen Beitrag zum Ausgleich leisten. Diese Aussage ist ein Kontrapunkt zu den in der ersten Januarwoche aufgekommenen Spekulationen, die Fed könne schon Mitte 2013 das Programm zum Kauf von Anleihen beenden und damit früher als bislang erwartet eine geldpolitische Wende einleiten. Evans wollte den Märkten wieder Vertrauen einimpfen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich der oberste Notenbanker der USA, Ben Bernanke, in seiner mit Spannung erwarteten Rede am Montagabend ähnlich äußert.

Widerstand bei 1,3500 USD im Visier

Offenbar wollen es die Notenbanker vermeiden, dass das zarte Pflänzchen Vertrauen ohne triftigen Grund wieder zertreten wird. Diese Strategie könnte Erfolg haben, wie der heutige Kursanstieg an den Börsen zeigt. Auch bei EUR/USD ging es weiter nach oben, und zwar auf den höchsten Stand seit Februar 2012. Schon in der letzten Woche legte der Wechselkurs kräftig zu, nachdem EZB-Chef Mario Draghi einer weiteren Zinssenkung eine Abfuhr erteilt hatte. Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange: EUR/USD nimmt nun den Widerstand bei 1,3500 USD ins Visier.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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