18.04.2013 11:55
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EUR/USD: Erholt sich der Euro weiter?

In den letzten Monaten galt häufig die Aussage: „Der Euro steigt, wenn die allgemeine Risikobereitschaft an den Märkten zunimmt und er fällt, wenn die Ängste wieder überhand gewinnen.“
Doch so einfach ist es nicht, das zeigten auch die letzten Tage. Der Euro konnte sich gegenüber dem US-Dollar deutlich erholen, obwohl die Sorgen um die Weltkonjunktur wieder zugenommen haben und die Eurokrise weiter vor sich hin köchelt. Woran liegt das? Nun, zum einen hat die holprige Zypernrettung nicht zu einer Eskalation geführt, das ließ den Euro wieder steigen. Zum anderen ist Japan derzeit ein maßgeblicher Faktor für die Entwicklung am Devisenmarkt: Japanische Anleger versuchen der drohenden Abwertung zu entgehen und investieren in andere Währungen, auch in den Euro. Dieser Effekt wird mittelfristig anhalten.

Widerstand bei 1,3200 USD im Blick

EUR/USD hat sich Anfang April oberhalb der Unterstützung bei 1,2750 USD behauptet und konnte von diesem Niveau aus wieder deutlich zulegen. Inzwischen ist der Wechselkurs aber bei 1,3170/1,3200 USD an einem wichtigen Widerstand angelangt. Kurzfristig kann es zu einer kleinen Korrektur bis 1,3100 USD kommen, dann wird sich der Anstieg aber fortsetzen. Sollte das Beige Book der US-Notenbank, das am Mittwochabend veröffentlicht wird, vor einer anhaltenden Konjunkturschwäche warnen, dann würde dies dem Wechselkurs weiter Auftrieb geben.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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