20.11.2012 09:42
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EUR/USD: Erleichterung treibt den Euro nach oben

Letzte Woche schien alles noch trübe, doch diese Woche herrscht wieder eitel Sonnenschein.
Es scheint so, als würde den Anlegern in Bezug auf die US-Fiskalklippe und in Bezug auf Griechenland einige Last von den Schultern genommen werden. So zeigt sich Präsident Obama zuversichtlich, mit den Republikanern eine Reinigung im Budgetstreit erreichen zu können. Und in der Tat stehen diese mit dem Rücken zur Wand, wie auch die jüngsten Umfragen zeigen. Die Fiskalklippe (hat sicher gute Chancen auf den Titel als Unwort des Jahres) wird aller Voraussicht nach umschifft werden. Doch ganz problemlos wird das sicher nicht. Es stehen noch zähe Verhandlungen bevor, bei denen beide Seiten sicher ihren Spielraum ausloten werden.

Mehr Geld für Griechenland?

Und bei der am Dienstag startenden Sitzung der Eurogruppe könnte auch eine positive Entscheidung für weitere Kredite an Griechenland getroffen werden. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet dies und zitiert dabei wie üblich „gut informierte Kreise“. Doch das ist alles meiner Ansicht nach schon wieder zu viel an Optimismus. Der Streit zwischen EU und IWF ist noch längst nicht beigelegt. Doch der Euro legte in den letzten Tagen wieder zu und hat sich damit nach einem ausgiebigen Test wieder entscheidend von der Unterstützung bei 1,2700 USD gelöst. Der Wechselkurs kann kurzfristig weiter bis zur Marke von 1,2900 oder sogar bis 1,3000 USD zulegen, wird aber mittelfristig seitwärts tendieren.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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