18.06.2013 10:29
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EUR/USD: Geht es weiter nach oben?

Die mögliche Wende in der Geldpolitik der USA sorgt für Verunsicherung an den Märkten, auch am Devisenmarkt.
Was sind die Auswirkungen? Genauer gesagt geht es aber nicht wirklich um eine geldpolitische Wende, sondern nur um ein Zurückfahren des Programms zum Kauf von Anleihen („Quantitative Easing“). Die Geldpolitik wird noch lange expansiv und der Leitzins bei 0,25 Prozent bleiben. Das wird Fed-Chef Ben Bernanke voraussichtlich nach der Notenbanksitzung am Mittwoch nochmals unterstreichen. An den Märkten könnte das für Beruhigung sorgen. Was aber geschieht mit dem US-Dollar? Eigentlich müsste die Aussicht auf eine allmähliche Wende in der Geldpolitik, während die EZB noch voll auf dem Gaspedal steht, auf den Wechselkurs des Euros zum Dollar drücken. Das gilt auch für die konjunkturellen Rahmenbedingen: Die US-Konjunktur erholt sich, während die Eurozone bestenfalls stagniert.

Auf Fed-Sitzung am Mittwoch achten!

In den letzten Wochen war aber das Gegenteil der Fall: EUR/USD legte von 1,28 bis auf fast 1,34 USD zu. Ein Grund dafür waren „Cross-Currency-Effekte“: Die starke Korrektur beim Wechselkurs USD/JPY nach unten setzte den US-Dollar auch gegenüber dem Euro unter Druck. In den letzten Tagen haben sich aber beide Wechselkurse stabilisiert. Die Charttechnik spricht derzeit für anhaltenden Aufwärtsdruck bei EUR/USD. Trader sollten allerdings erst bei einem Bruch des Widerstands bei 1,3380/1,3400 USD long gehen.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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