09.11.2012 11:14
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EUR/USD: Kommt der Euro wieder ins Taumeln?

Griechenland steht wieder einmal vor einer Schicksalswoche. Am 7. November wird das Parlament über das jüngste Sparpaket und am Sonntag, den 11. November, über den Haushalt 2013 abstimmen.
Eine Zustimmung der Volksvertreter ist zwingend notwendig, damit weitere Kredite fließen und die Pleite verhindert werden kann. Und Zeit ist keine mehr, denn die Entscheidungen sollen stehen, wenn die Euro-Finanzminister sich am Montag darauf treffen. Zudem tönte Samaras am Wochenende noch, dass das griechische Volk keine weiteren Sparmaßnahmen verkraften könne. Das hat die Märkte etwas verschreckt, ist aber sicher vor allem dazu gedacht, die verbliebenen Anhänger bei der Stange zu halten. Aber Recht hat er natürlich. Doch Reformen müssen ja nicht unbedingt Einsparungen bedeuten.

Griechenland vor wichtigen Entscheidungen

Angesichts der wieder zunehmenden Unsicherheit – auch wegen der US-Wahl am Dienstag – kam der Euro in den letzten Tagen unter Druck. EUR/USD fiel unter die wichtige Unterstützung bei 1,2840 USD zurück und hat damit den Seitwärtstrend der letzten zwei Monate nach unten verlassen. Ein weiterer Rückgang ist nun möglich, allerdings liegen bei 1,2750 und bei 1,2700 USD weitere wichtige Unterstützungen. Trotz des kurzfristig herrschenden Abwärtsdrucks rechne ich nicht mit einem Kurssturz von EUR/USD, sondern mit einer anhaltenden, volatilen Seitwärtsbewegung. Das setzt aber voraus, dass sich Griechenland in dieser Woche nicht selbst ins Abseits schießt.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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