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24.01.2012 09:41

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KOLUMNE
DEVISEN-TRADER KOLUMNE

EUR/USD: Kommt es zu einem Short-Squeeze?


Jeder am Devisenmarkt redet im Moment davon, dass der Euro zur neuen „Leihewährung“ wird.

Sprich: Es lohnt sich im Euro short zu gehen, quasi einen Kredit in Euro aufzunehmen, um mit diesem Kapital andere Trades zu finanzieren, z.B. Investments in Aktien oder in hoch verzinste Währungen wie z.B. den Australischen Dollar und den Brasilianischen Real. Grundlage einer solchen Spekulation ist, dass die EZB die Märkte wegen der Eurokrise mit Liquidität fluten muss – und das noch auf lange Zeit. Dazu kommt die Wachstumsschwäche der Eurozone. Die USA und die meisten Schwellenländer stehen in dieser Hinsicht viel besser da.

EUR/USD vor wichtiger Widerstandszone

Das sind gute Argumente. Aber wenn jeder dasselbe sagt, dann klingeln bei mir die Alarmglocken. Der Euro muss fallen, wenn solche Carry Trades gut gehen sollen. Tut er das nicht, dann galoppiert die Herde schnell in die andere Richtung, denn der Markt ist sehr einseitig Euro-Short positioniert. Werden diese Positionen aufgelöst, dann kommt es zu einem Short-Squeeze. Noch ist für die Euro-Bären alles in Butter. Sollte der Wechselkurs EUR/USD aber über die wichtigen Widerstandszone bei 1,3100/1,3150 steigen, dann könnte sich der eine oder andere überlegen, ob er mit seiner Spekulation wirklich richtig liegt. Ein weiterer – möglicherweise rascher – Kursanstieg wäre die Folge.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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