28.02.2013 10:12
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EUR/USD: Kursrutsch übertrieben!?

Der Ausgang der Wahl in Italien brachte die Furcht vor einer Eskalation der Eurokrise zurück an die Märkte und ließ den Euro deutlich nachgeben.
Aber sind die Sorgen nicht übertrieben? Italien war noch nie politisch stabil und die Regierung Monti hatte auch zuvor schon an Reformschwung verloren. Möglicherweise gibt es nun Neuwahlen oder die Parteien raufen sich irgendwie zusammen. Natürlich ist das schlecht für die Eurozone, aber der wirtschaftliche Erholungskurs ist dennoch nicht gefährdet. Das zeigten auch die heutigen Konjunkturdaten: Das Geschäftsklima in der Eurozone erholte sich stärker als erwartet. Vor allem aber verlief eine bedeutende Auktion italienischer Staatsanleihen erfolgreich. Ein echter Vertrauensverlust der Investoren ist also nicht eingetreten.

Unterstützung bei 1,3050/1,3000 USD entscheidend

Dementsprechend erholte sich auch EUR/USD wieder etwas. Der Wechselkurs konnte sich oberhalb der Unterstützung bei 1,3050 USD stabilisieren. Und solange die Marke von 1,3000 USD nicht unterschritten wird, kann EUR/USD mittelfristig wieder zulegen. Einstweilen dominiert charttechnische aber noch der Abwärtsdruck. Für Trader bieten sich zwei Strategien an: Entweder long gehen, wenn die Unterstützung bei 1,3050 USD einem weiteren Test standhält oder bei einer schnellen Kurserholung im Bereich von 1,3170 USD short gehen.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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