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30.10.2012 11:10

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KOLUMNE
DEVISEN-TRADER KOLUMNE

EUR/USD vor deutlichem Kursrückgang?


Einige Zeit war Ruhe in Bezug auf die Eurokrise, doch das ist anscheinend wieder vorbei.

Erneut sorgt das Problem Griechenland überall für Kopfzerbrechen und für höchst unterschiedliche Einschätzungen. Einerseits gibt es Presseberichte, die Troika würde einen erneuten Schuldenschnitt vorschlagen, der aber dieses Mal tatsächlich die europäischen Steuerzahler treffen würde. Der deutsche Finanzminister Schäuble tut unter diesen Umständen, was er am liebsten tut: Er dementiert. Und die eiserne Kanzlerin schließt sich an. Aber hat jemand in den letzten Jahren die kategorischen Politiker-Aussagen gezählt, die wenige Monate später Makulatur waren? Da aber etwas geschehen muss, wird man vermutlich einen anderen Weg finden.

Immer wieder Griechenland

Insgesamt hat aber die Unsicherheit an den Märkten in den letzten Tagen wieder zugenommen. Das liegt nicht nur an Europas anhaltender Uneinigkeit über die Reaktion auf die Eurokrise, sondern auch an den schwachen Konjunkturdaten aus der Region, der bevorstehenden Wahl in den USA sowie am Monster-Hurrikan Sandy, der bald auf die Ostküste der USA trifft. Wachsende Unsicherheit gibt seit einigen Jahren zumeist dem US-Dollar Auftrieb und setzt den Euro unter Druck. Auch in den letzten Tagen gab EUR/USD nach.

Unterstützung bei 1,2840 USD beachten

Charttechnisch gesehen war dafür das erneute Scheitern am Widerstand bei 1,3140 USD der Auslöser. Der Wechselkurs befindet sich damit seit Anfang September in einer Seitwärtsrange zwischen 1,2840 und 1,3140 USD. Sollte die untere Begrenzung dieser Range durchbrochen werden, dann würde EUR/USD weiter fallen. Doch davon gehe ich nicht aus. Der Euro wird nach einer Schwächephase wieder zulegen.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Kommentare zu diesem Artikel

trax-ahg schrieb:
02.11.2012 06:33:42

Zumindest hat er eine persönliche Meinung dazu abgegeben.
Die meisten sog. Analytiker sagen immer: Wenn der Kurs steigt, könnte er weiter steigen und wenn er fällt, könnte er weiter fallen, oder auch nicht!!!

jahmanino schrieb:
Wertung: 1/5

31.10.2012 04:50:01

Dieser Artikel ergibt keinen Sinn. Sie geben jede Menge Gründe für ein Ja als Antwort auf die Frage in der Überschrift, ob der Euro fallen wird, aber am Ende sagen Sie einfach nur, Sie glauben trotzdem nicht daran, sondern sind der Meinung er wird steigen. Ohne jegliches Argument für ihre These.

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