08.01.2013 07:24
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EUR/USD weiter im Aufwärtstrend!

Die US-Notenbank wird ihre ultraexpansive Geldpolitik möglicherweise früher beenden, als bislang angenommen.
Darauf deutete das Protokoll der letzten Notenbanksitzung hin, laut dem die Opposition gegen die Politik des Vorsitzenden Ben Bernanke zunimmt. Am Devisenmarkt brachte diese Erkenntnis dem US-Dollar Aufwind. EUR/USD fiel nach dem mehrmaligen erfolglosen Versuch, den Widerstand bei 1,3300 USD zu überwinden, wieder bis auf 1,3000 USD zurück.

Entspannung in Europa beflügelt den Euro

Doch diese Entwicklung ist nicht von Dauer. Der Aufwärtsdruck auf EUR/USD wird sich fortsetzen. Zum einen wird eine Wende in der Geldpolitik der USA frühestens Anfang 2014, vielleicht auch später stattfinden. Zum anderen wird der Wechselkurs derzeit eher durch die Entwicklung in der Eurozone bewegt. Die Spreads zwischen den Renditen von Anleihen erster Bonität und denen von Anleihen aus den Krisenländern sinken. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich fortsetzen und dem Euro weiter Auftrieb geben. Zudem ist der US-Dollar immer weniger als sicherer Anlagehafen gefragt – die Anleger suchen wieder mehr Rendite. Der seit August 2012 bestehende Aufwärtstrend bei EUR/USD ist ohnehin trotz der Korrektur noch intakt. Der Wechselkurs wird den Widerstand bei 1,3300 USD erneut in Angriff nehmen und weiter bis 1,3500 USD steigen.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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