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11.10.2011 09:30

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Hoffnung beflügelt den Euro – aber wie lange noch?


Bis jetzt lautete das Motto der europäischen Politiker: Worte statt Taten.

Nun soll es Worte und Taten lauten. Zumindest wollen das viele an den Märkten glauben. Merkel und Sarkozy versprechen eine Lösung für die Eurokrise – und die wird einen Schuldenerlass für Griechenland und eine Abfederung der daraus resultierenden Risiken für die Banken beinhalten. Wie gehabt werden die Gewinne privatisiert und die Verluste sozialisiert. Wie dem auch sei: Noch gibt es nichts, aber auch gar nichts Konkretes. Alles ist Hoffnung und die ist offenbar noch nicht gestorben.

G-20-Treffen Ende November im Blick

Tatsächlich scheinen die Märkte darauf zu setzen, dass das EU-Treffen am 23. Oktober und das G-20-Treffen am 3. Und 4. November in Cannes die entscheidende Wende bringen. Die Aktienmärkte legen in Vorfreude darauf kräftig zu und auch der Euro gewinnt wieder an Wert. Doch die Euphorie wird bald der Ernüchterung weichen, denn der Grabenkampf der Politiker um die richtige Antwort auf die Eurokrise wird sich fortsetzen. Vor allem aber: Es gibt keine Lösung zum Nulltarif, die Verluste gehen so oder so in die Milliarden.

EUR/USD nimmt wichtigen Widerstand

EUR/USD kann dennoch kurzfristig seinen Kursanstieg fortsetzen. Der Bruch des Widerstands bei 1,3650 USD war charttechnisch ein positives Zeichen. Der Wechselkurs dürfte als nächstes die Widerstände bei 1,3770 oder sogar bei 1,3850 USD ins Visier nehmen. Bei einer Rückkehr der Risikoaversion wird sich aber die Flucht in den US-Dollar fortsetzen – und das ist nur eine Frage der Zeit.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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