01.10.2012 09:33

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DEVISEN-TRADER KOLUMNE

Neuseeländischer Dollar stark im Aufwind!


Nachdem die Märkte die Paukenschläge der EZB und der US-Notenbank verdaut haben, ist wieder „Business-as-usual“ angesagt.

Es gibt ein fast täglich wechselndes Hin und Her zwischen Optimismus und Angst. In den letzten Tagen machte das neue Sparpaket der spanischen Regierung vielen wieder Hoffnung, dass die Eurokrise gelöst werden kann. Dafür melden aber immer mehr Unternehmen Gegenwind bei den Umsätzen und den Bestellungen. Die Sorgen um die Weltwirtschaft sind nicht kleiner geworden – und das liegt nicht zuletzt an China.

Mehr Wachstumsförderung in China?

Die Konjunktur im Reich der Mitte kommt einfach nicht wieder in Tritt. Die bisherigen Maßnahmen der Regierung zur Wachstumsförderung erwiesen sich in dieser Hinsicht als nicht ausreichend. Vor einigen Monaten hatten das viele Experten noch anders erwartet: Der Konjunktur in China wurde im letzten Quartal eine Wende zugetraut – danach sieht es aber derzeit nicht aus. Doch die teils enttäuschenden Wirtschaftszahlen aus China sorgen am Markt nicht etwa für Depression, sondern im Gegenteil: Man macht sich Hoffnung, dass Peking kräftig nachlegt. Genährt wurde diese Hoffnung durch entsprechende Zeitungsberichte in China. Und da chinesische Medien kaum etwas ohne die Billigung der Regierung berichten, dürfte auch etwas dran sein. Die wechselnde Nachrichtenlage aus China sorgt nicht zuletzt beim Australischen („Aussie“) und beim Neuseeländischen („Kiwi“) Dollar für ein Auf und Ab. Die Wirtschaft in beiden Ländern lebt von den Exporten nach Ostasien und entsprechend legen beide Währungen zu, wenn die Konjunktur in China anzieht. Eigentlich gilt dieser Zusammenhang mehr für den Aussie als für den Kiwi, aber in den letzten Wochen stand die Neuseeländische Währung stärker in der Gunst der Anleger. Das liegt auch an guten Wirtschaftszahlen aus Neuseeland selbst.

EUR/NZD im Abwärtstrend

NZD/USD stieg zum Wochenschluss auf den höchsten Stand seit Anfang März, sieht sich aber charttechnisch nun einer starken Widerstandszone zwischen 0,8350 und 0,8450 USD gegenüber. Sollte diese überwunden werden, dann kann es weiter nach oben gehen. Entsprechend hat der Wechselkurs EUR/NZD den bis Mitte September unterbrochenen Abwärtstrend wieder aufgenommen. EUR/NZD kann weiter fallen, besitzt aber nur begrenztes Abwärtspotenzial.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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