10.01.2013 08:01
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USD/JPY: Bank of Japan dreht den Geldhahn auf!

Der neue japanische Premierminister Shinzo Abe erhöht den Druck auf die Bank of Japan, ihr Inflationsziel von 1,00 auf 2,00 Prozent zu erhöhen.
Das klingt erst einmal paradox, denn eine höhere Inflation kann doch nicht gut sein? Doch Japans Wirtschaftspolitiker kämpfen seit Jahren gegen einen deflationären Druck – tatsächlich ist auch aktuell die Inflationsrate mit -0,2 Prozent negativ. Fallende Preise sind für die Wirtschaft aber deutlich schlechter als leicht steigende Preise. Die Erhöhung des Inflationsziels wäre allerdings erst einmal nur ein Signal dafür, dass die Bank of Japan ihre Geldpolitik noch expansiver gestaltet, sprich die Anleihekäufe ausweitet. Das bedeutet nicht, dass die Inflationsrate in nächster Zeit tatsächlich steigen wird – dafür müsste die Konjunktur deutlich anziehen.

Starke Widerstandszone

Derzeit sieht es so aus, als würde sich die Notenbank unter der Führung von Masaaki Shirakawa dem politischen Druck beugen. Bei der Sitzung am 21./22. Januar wird die Bank of Japan ein neues Inflationsziel ausgeben. Die expansivere Geldpolitik ist jedenfalls der Hauptgrund für die Abwertung des Yens in den letzten Monaten. USD/JPY ist seit Oktober 2012 von 77 auf 88 Yen gestiegen. Kurzfristig kann es zwar noch weiter nach oben gehen, aber die starke Widerstandszone zwischen 88 und 90 Yen wird sich nicht so leicht überwinden lassen. Kurzfrist-Trader können noch auf Long-Positionen setzen, sollten sich aber auf eine Wende vorbereiten!

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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