31.01.2013 09:46
Bewerten
 (0)

USD/JPY: Yen-Abwertung erst am Anfang!?

Devisen-Trader-Kolumne

Detlef Rettinger
Diese Woche wird noch heftige Turbulenzen am Devisenmarkt bringen. Dafür werden die zahlreichen Konjunkturdaten aus den USA sorgen.
Neben den BIP-Zahlen für das erste Quartal am heutigen Mittwoch, den Konsumausgaben am Donnerstag und den Arbeitsmarktdaten am Freitag wird auch die Sitzung der US-Notenbank am Mittwochabend für Furore sorgen. In den letzten Tagen brachte dies vor allem Verkaufsdruck für den US-Dollar, denn viele Anleger gehen davon aus, dass die Konjunkturzahlen eher schwach ausfallen und dass dies die US-Notenbank zu einer Fortsetzung ihrer extrem expansiven Politik veranlasst.

Für einen Einstieg Kursrückgang abwarten

Doch dieser Verkaufsdruck wirkt sich nicht bei jedem Wechselkurs aus. USD/JPY führt ein Eigenleben, das vor allem von den Ereignissen in Japan selbst bestimmt wird. Der Politikschwenk der Bank of Japan zu einer ebenfalls extrem expansiven Geldpolitik setzt sein Monaten den Yen unter Abwertungsdruck. USD/JPY ist seit Oktober von 78 auf 91 Yen gestiegen. Und wer eine ernstliche Korrektur erwartete, der sah sich bisher enttäuscht. USD/JPY marschiert weiter nach oben und knackte zuletzt auch den Widerstand bei 91,00 JPY. Allerdings hat die Volatilität des Wechselkurses in den letzten Wochen deutlich zugenommen, so dass Trader für den Einstieg in einen Long zwischenzeitliche Kursrückgänge bis in den Bereich von 90,00 JPY abwarten können.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1219-0,0001
-0,01
Japanischer Yen113,52000,0900
0,08
Britische Pfund0,8651-0,0002
-0,03
Schweizer Franken1,0837-0,0003
-0,03
Russischer Rubel70,81330,0490
0,07
Bitcoin543,7500-0,2600
-0,05
Chinesischer Yuan7,48240,0023
0,03

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- US-Börsen schwächer -- Türkei bringt sich als Deutsche-Bank-Käufer ins Spiel -- Commerzbank: 10.000 Stellen weg? -- Opec einigt sich auf Fördergrenze -- Air Berlin im Fokus

Tesla mit 'Autopilot'-Assistent kollidiert mit Bus. Lufthansa-Aktie schwächster DAX-Wert: Air Berlin-Deal und Ölpreisrally belasten. Deutsche Arbeitslosenquote im September leicht rückläufig. SAP investiert in neue Produkte für vernetzte Firmen. Institut: London soll Schweigen über Brexit lüften.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?