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19.01.2012 12:11

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EUR/AUD ? Hochdynamischer Abwärtstrend ? dennoch Konsolidierung möglich


Zeigt der Euro gegenüber dem USD, wie auch dem AUD im taktisch relevanten Tageschart-Zeitfenster Stabilisierungsansätze, so sind die technischen Ausgangslagen in beiden Währungen kaum mit einander vergleichbar. Diese Einschätzung wird besonders im strategisch wichtigen Monats- und Wochenchart auffällig. Seit der Ausformung der Bewegungshochs des Euro gegen AUD im Jahre 2008, setzte sich im Währungspaar in den Folgejahren eine Abwärtstendenz für Europas Leitwährung durch, die selbst im strategischen Zeitfenster eine extrem ausgeprägte Dynamik ausweist. Diese hohe Dynamik liefert der abwärts ausgerichteten Bewegungstendenz eine hohe Stabilität und somit auch eine hohe Trendzuverlässigkeit. Wir verweisen belegend auf die Entwicklung der letzten zwei Handelsmonate, welche nach einer Zwischenkonsolidierung eine Fortsetzung der Euro-Abschwächung gegen AUD mit sich brachten. Der Abwärtstrend im Währungspaar auf Monatsbasis wird markttechnisch in jeder Hinsicht bestätigt. Sinnvolle Unterstützungen liegen uns keine vor. Ähnlich die Entwicklung im Wochenchart. Hier wird der Fall des Euro aus der Zwischenkonsolidierung mit Unterschreiten der 1,2942er Unterstützung deutlich, was zu einer erneuten Beschleunigung des Abschwungs des Euro führte. Auch im Wochenchart leitet sich bisher kein Stabilisierungsindiz für das Währungspaar ab. Einen leichten Erholungsansatz, dem wir jedoch absolut keine Trendgefährdung unterstellen wollen und können, sehen wir im taktisch relevanten Tageschart. In der Konsequenz leiten wir zur Orientierung eine erste, bisher absolut unbestätigte Unterstützung im Bereich um 1,221 AUD her, verweisen aber auch auf eine sich erholende Schwungkraft. Fundamental zeigt sich der AUD unverändert stabil und nachgefragt und wird diesen Status aller Voraussicht nach auch halten, solange sich in Europa oder auch in den USA keine nachhaltigen Lösungen für die in diesen Währungs- und Wirtschaftsblöcken gasierenden Überschuldungen abzeichnen. Träte dieser Fall jedoch ein, könnte bzw. sollte der AUD seinen Status als „sicherer Hafen“ reduzieren, was durchaus zu einer heftigen Gegenbewegung führen kann / sollte. Halten wir als Fazit fest: unter strategischen Gesichtspunkten, ist der AUD bisher unverändert attraktiv, auch wenn wir weiteres Abwertungspotential für den Euro kaum noch für realistisch halten. Das heißt: wir halten es derzeit für wenig wahrscheinlich, dass sich der Euro gegen den AUD in den nächsten Tagen und Wochen deutlich erholen wird, auf der Unterseite gehen wir aber auch davon aus, dass im Tief bereits sehr viel ausgereizt ist. Das wahrscheinlichste Szenario wird die Ausformung einer Konsolidierungszone sein, deren Begrenzungen sich jedoch erst noch ausformen müssen. Wir behalten den Kursverlauf des Währungspaares im Auge, um rechtzeitig mögliche Dispositionen zu besprechen.

Julius Sobizack / Finanzanalyst / Live Bell GmbH

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