EUR/USD: Obere Bereichsbegrenzung behauptet sich - Konsolidierung setzt sich fort
Der Euro konnte im heutigen (bisherigen) Handelsverlauf das 1,2857er Widerstandsniveau anhandeln, dieses temporär auch kurz durchstechen (Tageshoch bei 1,2879 USD), ging nach erfolgter Auktion Italiens jedoch wieder in den Sinkflug über. Händler begründen diese Entwicklung mit einer grundsätzlichen Enttäuschung nach der gestrigen Euphorie, welche eingesetzt hatte, nachdem die Auktionen Spaniens und Italiens im kurzfristigen Laufzeitfenster überraschend gut über die Bühne gingen. Die Italiener konnten heute ihre kurzlaufenden Anleihen (bis 3 Jahre) mit fallenden Renditen platzieren, denn hier hat ja die EZB noch ihre schützende Hand drauf. Enttäuschend verlief die länger laufende Auktion, hier kletterten die Renditen sogar. Somit wird deutlich, das Vertrauen in die Lösungskraft Italiens für das Schuldenproblem ist weiterhin äußerst schwach. Aus technischer Sicht behauptet sich die jüngst ausgeformte Zwischenkonsolidierung. Diese begrenzen wir in den Bereichen um 1,2857 USD auf der Oberseite und 1,2667 USD auf der Unterseite. Hier wird sich nun in den nächsten Tagen zeigen müssen, ob sich hier eine nachhaltige Bodenbildung ausformt, oder ob es zu weiteren Kursabschlägen kommen wird. Kann sich der jetzt laufende Schwächeimpuls oberhalb der 1,2667 USD stabilisieren, werden wir Neu-positionierungen auf der Kaufseite andenken.
Julius Sobizack / Finanzanalyst / Live Bell GmbH

