24.01.2013 15:41
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Merkel besorgt über weltweite Wechselkursmanipulationen

Entwicklung in Japan
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich besorgt über die weltweiten Wechselkursmanipulationen und die Entwicklung in Japan gezeigt.
"Ich bin nicht sorgenfrei mit Blick auf die Wechselkursmanipulationen und auch nicht völlig sorgenfrei im Augenblick hinsichtlich Japan", sagte Merkel beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

   Zur Bekämpfung des jahrelangen Preisverfalls hat die Bank of Japan (BoJ) am Dienstag ihr mittelfristiges Inflationsziel von 1 auf 2 Prozent erhöht und einen unbefristeten Ankauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren ab 2014 beschlossen.

   Die Notenbank erfüllt damit entsprechende Forderungen der neuen Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe. Japans neuer Regierungschef verlangt von der Notenbank seit seinem Amtsantritt im Dezember ein noch stärkeres Öffnen der Geldschleusen. Mit der lockeren Geldpolitik soll die lahmende Konjunktur angekurbelt werden.

   Merkel warnte vor einer Instrumentalisierung der Notenbanken durch die Politik. Notenbanken könnten die strukturellen Probleme nicht lösen und nicht als "Ausputzer" von politischen Fehlentscheidungen fungieren. Notenbanken könnten allenfalls eine Art Überbrückungsfunktion in Krisen übernehmen. Das habe die Europäische Zentralbank (EZB) getan. Dabei hat sie nach Ansicht Merkels ihr Mandat "bis an den Rand" des Erlaubten genutzt. Makroökonomische Schwächen jedoch könnten Zentralbanken "nicht ewig übertünchen", warnte die Kanzlerin.

   Kontakt zur Autorin: beate.preuschoff@dowjones.com

   DJG/bep/chg Dow Jones Newswires - Von Beate Preuschoff BERLIN

Bildquellen: Hung Chung Chih / Shutterstock.com
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