DAX6.050-3,4%  Dow12.119-2,2%  Euro1,24320,6% 
ESt502.069-2,4%  Nas2.748-2,8%  Öl98,82-2,8% 
TDax730,9-2,7%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.6264,2% 

08.02.2012 08:40

Senden
EURO

EZB könnte Griechenland-Bonds an EFSF weiter reichen


Zur Wochenmitte profitiert der Euro wieder einmal von der Hoffnung, dass sich die privaten Gläubiger und Griechenland schon bald über einen Schuldenschnitt einigen.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass es zu einer Einigung mit Griechenland kommt, die den Euro stützt", so Douglas Borthwick, Direktor bei Faros Trading in Stamford. Eine der offenen Fragen der vergangenen Tagen war, wie mit den von der Europäischen Zentralbank (EZB) gehaltenen Staatsanleihen Griechenlands umgegangen wird. Und dort scheint sich nun eine Lösung abzuzeichnen.

   Die EZB ist nun offenbar doch bereit, sich an einer Minderung der Schuldenlast Griechenlands zu beteiligen. Wie mit den Verhandlungen vertraute Personen dem Wall Street Journal sagten, würde die EZB die am Sekundärmarkt erworbenen griechischen Staatsanleihen zu einem niedrigeren als dem Nominalwert verkaufen, sollten die Verhandlungen über einen privaten Forderungsverzicht erfolgreich verlaufen.

   Nach Angaben aus Verhandlungskreisen besteht der Plan darin, dass die EZB ihre griechischen Staatsanleihen an den Euro-Rettungsfonds EFSF gegen dessen eigene Anleihen verkauft. Die EFSF würde die Papiere dann den Griechen zu dem Preis verkaufen, den sie der EZB gezahlt hat. Unklar ist noch, ob die EZB die Papiere exakt zum Kaufpreis abgeben oder mit Gewinn verkaufen wird. Die EZB würde dabei auf Forderungen von bis zu 11 Milliarden Euro verzichten. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem neuen Hilfsprogramm über 130 Milliarden Euro kommt, ohne das Griechenland im März zahlungsunfähig würde.

   Die Devisenstrategen der Commerzbank sind skeptisch, ob der im Euro abzulesende Optimismus wirklich berechtigt und damit auch nachhaltig ist. Es sei zunächst abzuwarten, ob eine Umschuldungslösung überhaupt genug Akzeptanz bei den privaten Investoren finde. Erst dann würde sich die griechische Schuldenlast wie geplant reduzieren, heißt es. Auch das griechische Sparprogramm habe seine eigentliche Hürde, die Zustimmung im Parlament, noch vor sich. Der Markt scheine diese Fakten derzeit aber zu ignorieren.

   Die Feinunze Gold kostet am Mittwochmorgen 1.751,00 Dollar. Am Dienstagnachmittag wurde sie in London mit 1.724,00 Dollar festgestellt.

FRANKFURT (Dow Jones)

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

ANZEIGE

Devisen in diesem Artikel

NameKurs+/-%
EUR/USD1,240,0070
0,57 %
NameKurs+/-%
Dollarkurs1,24300,0070
0,5663
Japanischer Yen96,96000,0800
0,0826
Britische Pfund0,80900,0065
0,8100
Schweizer Franken1,2007-0,0004
-0,0333
Hong Kong-Dollar9,64580,0510
0,5315
weitere Devisen im Währungsrechner

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen