17.03.2017 20:12
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Euro gibt Gewinne wieder ab - Sorgen vor Frankreich-Wahl belasten

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NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag seine anfänglichen Gewinne liegen gelassen. Ähnlich wie zur gleichen Zeit am Vorabend wurden im New Yorker Handel zuletzt 1,0741 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt. Im Tageshoch war sie zuvor bis auf 1,0782 Dollar gestiegen, was den höchsten Stand seit Anfang Februar bedeutete. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0737 (Donnerstag: 1,0726) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9314 (0,9323) Euro.

Seit dem Mittag hätten verbesserte Umfragewerte für die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen (Front National) für Druck auf den Euro gesorgt, hieß es aus dem Handel. Das Meinungsforschungsinstitut "Opinion Way" sieht die Rechtspopulistin im derzeit wahrscheinlichsten Fall einer Stichwahl zwischen ihr und dem liberalen Politiker Emmanuel Macron bei 41 Prozent. Zuletzt war es noch ein Prozentpunkt weniger gewesen.

Zuvor hatte der Euro seit dem Vorabend noch Auftrieb von Aussagen des EZB-Ratsmitglieds Ewald Nowotny erhalten. Dieser hatte in einem Interview mit dem "Handelsblatt" die Möglichkeit von Zinsanhebungen schon vor Beendigung des milliardenschweren Wertpapierkaufprogramms der Notenbank ins Gespräch gebracht - anders als beim Vorbild der US-Notenbank Fed, die ihre Zinsen erst erhöhte, nachdem das Anleihekaufprogramm beendet worden war.

Nowotny betonte, dass die EZB nicht alle Zinsen gleichzeitig und im selben Umfang erhöhen müsse. "Die EZB könnte auch den Einlagenzins früher erhöhen als den Leitzins." Einige Experten interpretierten Nowotnys Aussagen dahingehend, dass eine Anhebung des Einlagensatzes schon vor Beendigung der Wertpapierkäufe zur Diskussion stehe.

EZB-Chefvolkswirt Peter Praet gab diesen Spekulationen jedoch einen Dämpfer. Er könne nur die EZB-Stellungnahme im Anschluss an die jüngste Zinsentscheidung wiederholen, "die sehr klar bezüglich des Ablaufs sei und eine starke logische Basis habe", sagte Praet der Nachrichtenagentur Bloomberg. Dort heißt es: "Wir gehen weiterhin davon aus, dass sie (die Leitzinsen) für längere Zeit und weit über den Zeithorizont unserer Wertpapierkäufe hinaus auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden."/tos/tih/fbr

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