Euro behauptet kräftige Vortagesgewinne

Am Vorabend hatte das Sitzungsprotokoll der Fed die Risikofreude an den Finanzmärkten angefacht und so dem Euro Kursauftrieb verliehen. Angesichts des schwachen Wachstums könnten zusätzliche Stützungsmaßnahmen für die US-Wirtschaft näher rücken. Damit könnte sich etwa eine Runde zusätzlicher Anleihekäufe abzeichnen, von der sich die Fed neben ihrer jahrelangen Nullzinspolitik eine Konjunkturstimulierung verspricht.
Im weiteren Handelsverlauf tritt jedoch wieder der Datenkalender in den Vordergrund: Die ersten schwachen Zahlen gab es bereits am Morgen mit dem Einkaufsmanagerindex aus China. Sollten sich die Pendants aus dem Euroraum einreihen, könnten Anleger rasch wieder in die Defensive gehen. Commerzbank-Expertin Carolin Hecht sieht Enttäuschungspotenzial: "Der konjunkturelle Tiefpunkt der Währungsunion ist noch nicht überschritten."
FRANKFURT (dpa-AFX)


