05.04.2013 11:31
Bewerten
(0)

Japanischer Yen – bald noch schwächer gegenüber dem Euro?

HebelprodukteReport: Japanischer Yen – bald noch schwächer gegenüber dem Euro? | Nachricht | finanzen.net
HebelprodukteReport
Walter Kozubek
DRUCKEN
Euro/Yen Call-Optionsschein mit 39% Chance bei 5% Kursanstieg
Am 24.07.2012 musste man am Devisenmarkt gerade einmal 94,12 Yen in die Hand nehmen, um einen Euro zu kaufen – die europäische Währung handelte auf einem 10-Jahres-Tief gegenüber der japanischen. Seitdem hat der Euro sukzessive an Boden gutgemacht bis er am 06.02.2013 knapp 128 Yen kostete. Am 04.04. handelte der Euro bei etwa 119,40 – als die japanische Zentralbank verkündete, durch eine noch expansivere Geldpolitik die Wirtschaft zu stimulieren und die Deflation zu bekämpfen. Der Wechselkurs für einen Euro legt sprunghaft auf zunächst 122,50 Yen, später gar auf 124,50 Yen zu – eine Yen-Abwertung von mehr als vier Prozent. Die EZB hat derweil ihren Leitzins auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent belassen. Im aktuellen Spannungsfeld zwischen Geld- und Wirtschaftspolitik müssen Spekulanten entscheiden, inwiefern das Erstarken des Euro ein Beweis für zurückkehrendes Vertrauen in die Gemeinschaftswährung oder nur ein Effekt der Politik jener Notenbanken ist, die neben Inflations- auch konjunkturelle Ziele verfolgen.

Beispiel Call-Optionsschein:

Ein Call-Optionsschein auf Euro/Yen mit einem Basispreis von 130 Yen, fällig am 13.12.2013, BV 1:100, ISIN: CH0206255199, wird von der UBS bei einem Referenzpreis von 124,40 Yen mit 2,67 – 2,70 Euro quotiert.

Sofern der Wechselkurs bis Ende Juni 2013 um knapp fünf Prozent auf 130 Yen steigt – auf diesem Niveau handelte der Euro zuletzt im Januar 2010 , sollte die Preisstellung unter Annahme konstanter Volatilität etwa 3,77 -3,80 Euro betragen (plus 39 Prozent). Tritt das Szenario ceteris paribus erst bis Ende September 2013 ein, sollte der Verlust gegenüber dem Einstandspreis etwa 10 Prozent betragen.

Beispiel Turbo Calls:

Vontobel stellt einen Turbo Call mit Basispreis und Stopp-Loss-Schwelle bei 118 Yen – gut fünf Prozent unterhalb des aktuellen Niveaus – mit Bezugsverhältnis 100:1 und Fälligkeit 20.12.2013 (ISIN: DE000VT8FR72) bei einem Referenzpreis von 124,40 Yen mit 5,11 – 5,13.

Sofern der Wechselkurs während der Laufzeit auf 130 Yen pro Euro anzieht, sollte der innere Wert des Turbo Calls auf ca. 9,20 Euro ansteigen, was einem Aufschlag von 79 Prozent entspricht.

Hinweis laut §34b WpHG: Der Autor ist in den hier angesprochenen Wertpapieren / Basiswerten derzeit nicht investiert. Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Euro gegen Yen oder von Hebelprodukten auf die Wechselkursrelation Euro/Yen dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.

Walter Kozubek ist Herausgeber des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich. Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus

Melden Sie sich jetzt an!

Gold, Öl und Industriemetalle erleben ein Comeback: Kupfer legte beispielsweise seit Jahresbeginn über 20 Prozent zu. Welche Einstiegschancen sich nun ergeben, erfahren Sie im Online-Seminar am 19. Dezember.
Hier zum Rohstoff-Webinar anmelden!

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1750-0,0016
-0,14
Japanischer Yen132,30100,1010
0,08
Pfundkurs0,88210,0056
0,64
Schweizer Franken1,16460,0005
0,04
Russischer Rubel69,1106-0,0764
-0,11
Bitcoin16328,1797-169,1602
-1,03
Chinesischer Yuan7,7678-0,0106
-0,14

Heute im Fokus

DAX geht grün ins Wochenende -- Wall Street schließt im Plus -- Bitcoin: Neues Rekordhoch -- H&M-Aktie stürzt ab -- Airbus-Konzernchef Enders geht 2019 -- Oracle, HelloFresh, Merck KGaA, VW im Fokus

Luxemburg klagt gegen EU-Steuernachforderung an Amazon. EU strebt schnelle Fortschritte bei Bankenunion und ESM an. Tui verstärkt sich im Kreuzfahrtgeschäft. Ryanair wirft bei Fluggesellschaft Niki Hut in den Ring. Ripple marschiert auf Platz drei der größten Kryptowährungen. Steinhoff bekommt Hilfe von Tochter Steinhoff Africa Retail. Gemalto offenbar doch bereit zu Übernahmegesprächen mit Atos. CropEnergies verdient im dritten Quartal weniger.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Charttechnischer Ausblick auf die Finanzmärkte 2018

Nicht verpassen: Am 4. Januar Live-Webinar mit einer Analyse der langfristigen Chartbildern von Zinsen, EUR/USD, Rohstoffen und Aktien. Exklusiv für den Börse Stuttgart Anlegerclub.
Kostenfrei registrieren und dabei sein!

Top-Rankings

KW 49: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 49: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Weihnachtsgeld 2017
Wer bekommt wo wieviel?

Umfrage

Kommt die Jahresendrally des DAX noch?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Scout24 AGA12DM8
Daimler AG710000
Steinhoff International N.V.A14XB9
Apple Inc.865985
BMW AG519000
Allianz840400
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
RWE AG St.703712
Amazon906866
Deutsche Telekom AG555750
adidas AGA1EWWW