Im späten New Yorker Geschäft notierte die Einheitswährung noch über der Marke von 1,32 Dollar. Zu Wochenbeginn geht es aber wieder nach unten. Der Grund: Noch immer ist es zu keiner Einigung zwischen den Gläubigerbanken und der griechischen Regierung über die Höhe des Schuldenschnitts gekommen. Zwar zeigen sich beide Seiten optimistisch, die Anleger sind aber genervt.
Auch haben sich die Töne im Vorfeld des heute stattfindenden EU-Gipfels verschärft. Angesichts der Schwierigkeiten Griechenlands, das vereinbarte Sanierungsprogramm umzusetzen, möchte Deutschland nun einen Sparkommissar in das Land entsenden. Dieser Vorschlag wird von den Griechen entschieden abgelehnt. Bei dem Treffen in Brüssel dürfte es vor allem um die Stärkung des Fiskalpakts in der Eurozone und um die Modalitäten eines vorgezogenen ESM gehen.
Die Commerzbank befürchtet, dass der Fiskalpakt, der ja die Unzulänglichkeiten des Stabilitätspakts ausgleichen soll, durch Ausnahmeregelungen ausgehöhlt werden könnte. Wie schwierig es werden könnte, die geplanten Haushaltssanierungen gegen den Willen der Bevölkerung durchzusetzen, wird an dem heute stattfindenden Generalstreik in Belgien deutlich. Die Gewerkschaften hatten dazu aufgerufen, um gegen die Einsparungen zu protestieren, die der Regierung auferlegt wurden.
Verfolgt werden heute auch Auktionen aus Italien. Diese dürften aber nur untergeordnete Bedeutung haben. Der Dreijahrestender der EZB hat erheblich zu einer Entspannung an den Anleihenmärkten der Peripherie beigetragen.
Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 1.728,45 USD nach einem Nachmittags-Fixing mit 1.727 Dollar am Freitag.
FRANKFURT (Dow Jones)