30.11.2012 12:30
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5 Dinge, die Sie über den Euro/USD-Wechselkurs wissen sollten

Der Wechselkurs zwischen der europäischen Gemeinschaftswährung und der offiziellen Währungseinheit der Vereinigten Staaten von Amerika...


5 Dinge, die Sie über den Euro/USD-Wechselkurs wissen sollten

1. Historie der Wechselkursentwicklung
Der Wechselkurs zwischen der europäischen Gemeinschaftswährung und der offiziellen Währungseinheit der Vereinigten Staaten von Amerika wurde erstmalig mit Einführung des Euro als Buchgeld im Januar 1999 bei 1,1789 USD je Euro festgelegt. In den unmittelbar darauffolgenden Jahren musste der Euro eine starke Abwertung erleiden, die ihn im Oktober 2000 mit einem Kurs von 0,8252 USD zu seinem bisherigen Allzeittief führte. Aber bereits kurz nach Einführung des Euro als Bargeld im Januar 2002 startete er eine beeindruckende Aufwärtsbewegung, die ihn in seinem Verlauf auf einen Höchststand von 1,5990 USD (Juli 2008) brachte. Seither befand sich der EUR/USD-Kurs in einer Handelsspanne, die zwischen diesem Hoch und circa 1,20 lag. Doch wie könnte es in Zukunft weitergehen? Welche aktuellen Entwicklungen könnten den Wechselkurs dieser beiden Währungen positiv oder negativ beeinflussen?

2. Die Eurozone
Der Euro zählt, ebenso wie der US-Dollar, ohne Frage zu den wichtigsten Reservewährungen der Welt. Aufgrund dieser enormen Bedeutung stehen aber auch sämtliche politische und wirtschaftliche Entwicklungen der Eurozone unter permanenter und kritischer Beobachtung. Dabei zeigen sich aktuell viele Marktteilnehmer von den Entwicklungen im Zusammenhang mit der Schuldenkrise sehr besorgt, so dass nicht wenige Beobachter bereits seit geraumer Zeit das Ende der Gemeinschaftswährung nahen sehen. Doch es gibt auch andere Stimmen, die die gegenwärtig stattfindenden Reformbewegungen optimistischer bewerten und für die Zukunft der Eurozone und damit auch für die weitere Entwicklung der europäischen Gemeinschaftswährung deutlich positiver gestimmt sind.


3. Erfolgreiche Reformbewegungen
Als ein Beispiel oder vielleicht sogar als Musterbeispiel für gelungene Reformbewegungen in der Eurozone ist beispielsweise Irland zu nennen. Der Inselstaat, der nach Bankenkrise und Immobilienblase kurz vor der Pleite stand und in 2010 unter den Rettungsschirm fliehen musste, konnte sich durch ein rigoroses Sparprogramm wieder deutlich wettbewerbsfähiger aufstellen. So wettbewerbsfähig, dass Irland inzwischen sogar wieder für internationale Investoren attraktiv ist und bereits im nächsten Jahr ein Verlassen des Rettungsschirms erreichen könnte. Eine beeindruckende Entwicklung, die auch anderen Krisenstaaten in der Eurozone Hoffnung auf Besserung ihrer aktuellen Lage machen dürfte.

4. Fiskalklippe in den USA
Dass andere Länder außerhalb der Eurozone ebenfalls mit großen Problemen zu kämpfen haben, zeigt sich aktuell auch in den USA. Dort hat man gegenwärtig unter anderem mit dem "Fiscal Cliff" zu kämpfen, ein Begriff der zur Beschreibung einer dramatischen Situation aus Ausgabenkürzungen und gleichzeitig auftretenden Steuererhöhungen in den USA dient, die schon zu Beginn des nächsten Jahres eintreten könnte. Sollten Republikaner und Demokraten keine gemeinsame Lösung finden können, könnte die USA nach Meinung verschiedener Experten in eine Rezession stürzen und sich gleichzeitig die Arbeitslosigkeit in den USA nochmals deutlich erhöhen. Bislang wurden bei der Kompromissfindung nur wenige Fortschritte erzielt und es bleibt abzuwarten wie nervenaufreibend und langwierig sich die Verhandlungen dieses Mal gestalten werden. Eines ist jedoch klar: sowohl die USA als auch die Eurozone stehen vor gewaltigen Herausforderungen, die es in naher Zukunft zu bewältigen gilt. Ob, wie schnell und auf welche Art die jeweiligen Entscheidungsträger diese Probleme lösen können, wird für die weitere Entwicklung der beiden Währungen von entscheidender Bedeutung sein.

5. Aktuelle Preisentwicklung
Mitte bis Ende Juli diesen Jahres erreichte die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar ihr diesjähriges Tief bei 1,2040 und konnte seither eine beeindruckende Aufwärtsrallye bis hin zu über 1,31 starten. Aktuell konsolidiert der Euro zwischen 1,29 und 1,30 USD, wobei ein Ausbruch über das Hoch vom September ein bullisches Signal darstellen würde. Gleichzeitig wäre ein Unterschreiten der 1,27-Marke für die Euro-Bären ein gefundenes Fressen.

Ingmar Königshofen - Börse Daily

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