18.02.2013 13:13
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100-Prozent-Gewinnchance mit weiterer Yen-Abschwächung!

"Währungskrieg" ist das Wort, das den Euro zum Japanischen Yen seit Wochen steil nach oben treibt.
Hintergrund ist weniger eine Eurostärke als eine gewollte Yen-Schwäche. Wer erwartet hatte, dass sich dies nach dem Treffen der G20-Staaten am Wochenende ändert, hat offenbar zuviel erwartet. Und so scheint Japans derzeitiger Lenker, Shinzo Abe, seinen Kurs weiter fortsetzen zu können. Damit könnte sich auch auf aktuellem Niveau noch eine spekulative Long-Position in den kommenden Wochen als lukrativ erweisen!

Letztendlich kann es bei einem "Wettlauf der Währungsabwertungen", gerne auch als so genannter "Währungskrieg" nur Verlierer geben. Kurzfristig setzt Japans Premier Shinzo Abe aber offenbar weiter auf eine Schwächung des Japanischen Yen und will damit die japanischen Exporte antreiben. Dabei bricht er auch mit einer konservativen Macht und erhöht den Druck auf die japanische Notenbank. Diese wiederum hat sich dem Druck mittlerweile gebeugt und die Geldschleusen weit geöffnet. Dass nicht jeder mit dem Kurs des Regierungschefs einverstanden ist, lässt sich unschwer am vorzeitigen Rücktritt des Notenbankchefs Nassaki Shirakawa erkennen. An der aktuell eingeschlagenen Richtung ändert sich damit aber nichts. Und so dürfte die Richtung beim Yen weiter nach unten bzw. der Euro gegen den Yen weiter nach oben zeigen.

Hedgefonds gut positioniert!

Einer der bekanntesten Hedgefondsmanager, George Soros, hat diesen Trend einmal mehr frühzeitig erkannt und sich entsprechend positioniert. So soll der gebürtige Ungar bereits rund eine Mrd. US-Dollar mit seiner Yen-Spekulation verdient haben, Tendenz weiter steigend. Soros ist spätestens seit seiner Vorgehensweise gegen das damals überbewertete Britische Pfund ohnehin für seine Währungstrades bekannt und scheint auch im aktuellen Fall ein glückliches Händchen zu beweisen. Doch ist das Währungspaar Euro gegenüber dem Japanischen Yen aktuell immer noch interessant? Letztendlich zeigt sich mittlerweile ein doch sehr steiler Anstieg in den vergangenen Wochen!

Charttechnisch nach wie vor interessant!

Der Euro befindet sich gegenüber dem Japanischen Yen seit Sommer vergangenen Jahres im Aufwind und konnte dabei zum Ende des letzten Jahres auch den mittel- bzw. langfristigen Abwärtstrend klar überwinden. Auf den zuletzt sehr steilen Anstieg folgt momentan eine kleine Konsolidierung, die ihren Ausgangspunkt am Widerstand bei rund 127,80 JPY hat. Auf dieser Höhe drehte bereits die Zwischenerholung im Jahr 2010. Sollte aktuell aber die nächste Untertstützung bei rund 123 JPY halten, ist eine Fortsetzung der Aufwärtstendenz nicht unwahrscheinlich, die dann in den kommenden Wochen durchaus bis an den markanten Widerstand bei etwa 139 JPY reichen könnte.

Fazit / Strategie: Interessantes Verhältnis von Chance zu Risiko!

Um an der weiteren Yen-Schwäche bzw. dem Anstieg des Euro gegenüber dem Yen teilzuhaben, bietet sich ein Mini-Future an. Wir haben hierzu einen Schein mit einem Basispreis bei 114,6026 JPY und einer KO-Schwelle bei 116,80 JPY ausgewählt, der aktuell einen Hebel von 11,80 aufweist (WKN NG0FQ2, Kurs akt. bei Scoach/Frankfurt: 0,85 - 0,87 Euro). Der Einstieg in eine solche Position bietet sich stets unter Beachtung eines verlustbegrenzenden Stoppkurses an. Dieser kann bei etwa 122,90 JPY im Basiswert platziert werden, was einem Kurs des Scheins von etwa 0,67 Euro entspricht. In einem positiven Marktumfeld könnte sich mit einer einsetzenden Kurserholung Potenzial bis auf rund 139 JPY in den kommenden Wochen (Kurschance Mini Long: ca. 100%) ergeben.

Interessenkonflikt

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Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

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Ingmar Königshofen ist Geschäftsführer bei der FSG Financial Services Group, welche unter anderem das Portal Boerse-Daily.de betreibt. Dort werden mehrmals täglich top-aktuelle Analysen zu DAX, US-Indizes sowie zu besonders attraktiven Einzelwerten veröffentlicht.

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