26.02.2013 12:49
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Euro leicht erholt von italienischem Wahlpatt

Italien im Blick
Der Euro hat sich am Dienstag bis zum Mittag etwas von seinen starken Kursverlusten erholt.
Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3080 US-Dollar. Seit Montagmittag, als erste Hochrechnungen bereits auf ein Patt bei den italienischen Parlamentswahlen hindeuteten, hatte der Euro stark unter Druck gestanden. In der Spitze lagen die Verluste bei fast drei Cent. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,3304 (Freitag: 1,3186) Dollar festgesetzt.

    In der drittgrößten Euro-Volkswirtschaft Italien droht politischer Stillstand. Zwar konnte das favorisierte Mitte-Links-Bündnis um Piere Luigi Bersani eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus erringen, im ebenfalls wichtigen Senat gelang dies jedoch nicht. Dort bekam das Mitte-Rechts-Bündnis um Silvio Berlusconi die meisten Sitze, gefolgt von Mitte-Links und der Protestpartei Beppe Grillos. Das Parteienbündnis von Ex-Premier Mario Monti erhielt deutlich weniger Stimmen als erwartet.

    "Am Devisenmarkt hat das Wahlergebnis wie eine Bombe eingeschlagen", brachte Commerzbank-Experte Ulrich Leuchtmann die Marktreaktion auf den Punkt. Hauptgrund: Das EZB-Anleihekaufprogramm OMT, mit dem die Notenbank die Schuldenkrise seit vergangenem Sommer spürbar eingedämmt hatte, könnte sich im Falle Italiens als zahnloser Tiger erweisen. Denn eine handlungsfähige Regierung, die sich vor stützenden EZB-Anleihekäufen an den Rettungsfonds ESM wenden müsste, ist derzeit nicht in Sicht. Damit wären der Notenbank selbst bei Marktverwerfungen im Falle Italiens die Hände gebunden./bgf/jkr

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Denis Vrublevski / Shutterstock.com, elen_studio / Shutterstock.com
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