08.01.2013 09:06
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Japans Finanzminister: ESM-Anleihekäufe zur Yen-Schwächung

Japanischer Yen
Die neue Regierung Japans macht Ernst mit ihrem Wahlkampfversprechen, die heimische Währung schwächen zu wollen.
Am Dienstag kündigte Japans Finanzminister Taro Aso vor Journalisten an, dass die Regierung Anleihen des Euro-Rettungsfonds ESM kaufen wolle. Zur Finanzierung sollen allerdings nicht japanische Yen, sondern die Fremdwährungsbestände des Landes genutzt werden. Die Regierung könnte damit internationaler Kritik vorbeugen. Denn direkte Interventionen an den Devisenmärkten gelten als nicht gerne gesehen und könnten sogar Gegenmaßnahmen anderer Staaten provozieren.

   Aso argumentierte, die ESM-Anleihekäufe dienten der Finanzstabilität Europas und würden helfen, viele Währungen - so auch den japanischen Yen - zu "stabilisieren". Unter Experten gilt es als unstrittig, dass das Ziel letztlich in einer Schwächung des Yen besteht. Aso kündigte eine gemeinsame Erklärung von Regierung und der Bank of Japan an.

     Trotz leichter Kursverluste in den letzten Wochen tendiert der Yen zu vielen wichtigen Währungen immer noch sehr fest. Für die exportorientierte Wirtschaft Japans stellt dies eine große Belastung dar, weil japanische Waren auf dem Weltmarkt teurer werden. Hinzu kommt der Inselstreit mit China und der damit einhergehende Boykott zahlreicher japanischer Waren durch chinesische Abnehmer.

TOKIO (dpa-AFX)

Bildquellen: SNEHIT / Shutterstock.com
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