08.01.2013 17:35
Bewerten
 (0)

Niederländer wird Euro-Gruppen-Chef

Junckers Nachfolge geklärt
Jeroen Dijsselbloem hat sich offenbar durchgesetzt: Der niederländische Finanzminister werde aller Voraussicht nach am 21. Januar zum Vorsitzenden der Euro-Gruppe gewählt
Dies erfuhr das Handelsblatt von EU-Diplomaten. Frankreich habe seine Vorbehalte gegen den 46-jährigen Sozialdemokraten weitgehend aufgegeben, hieß es in Brüssel. Der luxemburgische Premier Jean-Claude Juncker hatte bereits Mitte vergangenen Jahres angekündigt, dass er sein Amt als Euro-Gruppen-Chef spätestens Anfang 2013 aufgeben will.

   Schon Ende vergangenen Jahres war der Niederländer als Favorit für die Nachfolge von Juncker gehandelt worden. Insbesondere aus Deutschland bekam er Unterstützung. Die Bundesregierung besteht darauf, dass der nächste Euro-Gruppen-Vorsitzende aus einem finanziell soliden Euro-Staat kommt, der seine Bestnote AAA bei den Ratingagenturen gehalten hat. Die Niederlande erfüllen diese Voraussetzung.

   Frankreich hatte sich gegenüber Dijsselbloem hingegen zunächst reserviert gezeigt. Inzwischen hat sich die Regierung in Paris mit einem neuen Euro-Gruppen-Vorsitzenden namens Dijsselbloem aber offenkundig abgefunden. Am morgigen Mittwoch empfängt Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici den Niederländer in Paris. Wenn Dijsselbloem bei dem Besuch einen guten Eindruck hinterlasse, dann werde Frankreich gegen dessen Kandidatur keine Einwände mehr erheben, sagten EU-Diplomaten.

   DJG/chg Dow Jones Newswires

   January 08, 2013 11:05 ET (16:05 GMT) Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 05 AM EST 01-08-13

Bildquellen: gouvernement.lu, istock/Stephen Strathdee
Artikel empfehlen?

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,08060,0041
0,3809
Japanischer Yen128,53500,4550
0,3553
Britische Pfund0,72210,0014
0,1929
Schweizer Franken1,02900,0000
0,0000
Russischer Rubel56,19562,5827
4,8173
Bitcoin209,62000,3600
0,1720

Heute im Fokus

DAX geht mit kräftigem Abschlag ins Wochenende -- Wall Street im Minus -- Winterkorn bleibt VW-Chef -- Balkanstaaten stellen Griechen-Banken unter Quarantäne -- Deutsche Bank, GE im Fokus

Obama lobt Kongress-Pläne zu Handelsabkommen TTIP. G20 kritisieren USA wegen IWF-Stimmrechtsblockade. Nächster Paukenschlag in Pharmaindustrie möglich: Teva erwägt Mylan-Kauf. Fresenius verhandelt über Zukauf in Israel. G20-Finanzminister optimistischer über Weltwirtschaft. Merkel sieht perspektivisch Freihandelszone mit Russland. Obama ermahnt Griechenland zu Reformen. US-Autobauer Ford investiert Milliarden in Mexiko. Auswärtiges Amt bringt Deutsche aus Jemen in Sicherheit.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die besten Flughäfen der Welt

Welche Startups werden von Investoren am höchsten bewertet?

Umfrage

Die weltweiten Rüstungsausgaben sind 2014 das dritte Jahr in Folge gesunken. Sollte Deutschland diese Entwicklung 2015 mitmachen?