21.01.2013 13:30

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KLEINSTMÜNZEN IN DISKUSSION

Bundesbank: Kaum höhere Inflation bei Verzicht auf 1- und 2-Cent-Münzen


Ein Verzicht auf Münzen im Wert von 1 und 2 Cent würde nach Aussage der Deutschen Bundesbank kaum zu höherer Inflation in Deutschland führen.

Nach den vorläufigen Ergebnissen einer Studie würde eine Rundung auf 5-Cent-Beträge maximal zu einem einmaligen Inflationsanstieg um rund 0,1 Prozent führen, heißt es im aktuellen Monatsbericht.

   Zwar propagiert die Bundesbank in dem Bericht keine Abschaffung der kleinsten Cent-Münzen, doch nennt sie überwiegend Argumente, die gegen eine fortgesetzte Verwendung der Einer und Zweier sprechen. Allerdings unterschlägt sie auch den wichtigsten Grund für die Kleinstmünzen nicht: Die deutschen Konsumenten zahlen im Gegensatz zu ihren Nachbarn tatsächlich mit ihnen.

   Überwiegend werden aber die Nachteile referiert. So verweist die Bundesbank darauf, dass Kosten der Herstellung von Kleinmünzen nahe bei oder sogar über ihrem Nominalwert liege. "Mit weiter steigenden Rohstoffpreisen könnten Münzen in ihrer Herstellung unwirtschaftlich und darüber hinaus zweckentfremdet eingesetzt werden", warnte sie. Außerdem entstünden in der Kreditwirtschaft und im Handel nicht unerhebliche Kosten für die Zählung, Aufbereitung und den Transport von Münzen.

   Vor diesem Hintergrund macht die Bundesbank darauf aufmerksam, dass im Euroraum mit den Niederlanden und Finnland bereits zwei Länder eine Rundungsregel eingeführt haben, wobei der Endbetrag an der Kasse auf 5 Cent auf- oder abgerundet wird. Befürchtungen, dass das zu mehr Inflation führen könnte, hält die Bundesbank weitgehend für unbegründet.

   "Bei einer kaufmännischen Rundung des Kassenbons gleichen sich die Auf- und Abrundungseffekte weitestgehend aus. Selbst bei einem Szenario, bei dem die Handelsunternehmen alle Kassenbons auf 5 Cent aufrunden würden, läge der Einmaleffekt der Teuerung laut Bundesbank nur bei rund 0,1 Prozent", analysierte die Bundesbank.

Dow Jones Newswires, Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 59 AM EST 01-21-13

Bildquellen: Claudio Divizia / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

bruehlsax schrieb:
21.01.2013 20:11:31

... dann, ja dann:
Völker hört die Signale!!! Und handelt rechtzeitig!

bruehlsax schrieb:
21.01.2013 20:10:30

.... zur Vorsicht unser Gold zurück, um im Ernstfall Devisen zu haben, Kleingeld wird man nach und nach einziehen, Inflation wird geschürt und deren amtliche Raten manipuliert, Bargeldverkehr will man mit Macht zurückdrängen-bald wird man das Ende der Krise und goldene Zeitalter des EURO verkünden..

bruehlsax schrieb:
21.01.2013 20:06:04

127 Jahre hatte sich durch alle Katastrophen in Deutschland der Pfennig gehalten, und wer ihn nicht ehrte war des Talers nicht wert.
Nun schafften schon immer bankrotte, inflationäre und Weichwährungsländer ihre Kleinmünzen ab, und diese Länder gibt es auch heute zuhauf!
Die Bundesbank holt ....

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