12.02.2013 10:14
Bewerten
 (0)

Japans Verbraucher wegen expansiver Geldpolitik zuversichtlicher

Konsumklima steigt
Die Aussicht auf eine noch expansivere Geldpolitik lässt die japanischen Verbraucher deutlich zuversichtlicher in die Zukunft schauen.
Wie die Regierung am Dienstag in Tokio mitteilte, stieg das Konsumklima von Dezember auf Januar um 4,1 Punkte auf 43,3 Zähler. Der Anstieg ist ungewöhnlich stark. Zudem liegt der Indikator nach dem ersten Anstieg seit September 2012 nunmehr so hoch wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Die Inflationserwartungen der befragten Konsumenten legten unterdessen zu.

 

    Die Umfrage fand bis zum 15. Januar statt - also nur eine Woche vor der jüngsten Zinssitzung der Bank of Japan. Auf dieser Sitzung hatte die Notenbank für 2014 zusätzliche Anleihekäufe beschlossen und zudem ihr Inflationsziel angehoben. Dies soll es ihr ermöglichen, die Geldschleusen noch weiter zu öffnen, um gegen Deflation und Wachstumsflaute anzukämpfen. Die Schritte waren allgemein erwartet worden, weswegen die Verbraucherstimmung schon im Vorfeld profitiert haben dürfte.

 

    Wie die neuen Regierungszahlen zeigen, beurteilen die Verbraucher sowohl ihre Einkommensaussichten als auch die Beschäftigungslage günstiger. Auch die Neigung, höherwertige Konsumgüter zu kaufen, erhöhte sich. Die Inflationserwartungen der Verbraucher legten derweil zu: So gingen zu Jahresbeginn deutlich mehr Konsumenten davon aus, dass das Preisniveau binnen Jahresfrist steigen wird. Die Geldpolitik der Bank of Japan, die auch darauf abzielt, über höhere Inflationserwartungen den Trend sinkender Verbraucherpreise zu stoppen, scheint damit Wirkung zu zeigen.

    TOKIO (dpa-AFX)

Bildquellen: Supri Suharjoto / Shutterstock.com, LisaS. / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,10350,0056
0,51
Japanischer Yen135,22151,2715
0,95
Britische Pfund0,70920,0030
0,43
Schweizer Franken1,0442-0,0009
-0,09
Russischer Rubel62,21880,0114
0,02
Bitcoin249,940010,8900
4,56

Heute im Fokus

DAX mit klarem Verlust -- Dow startet leichter -- Tsipras spricht mit Merkel über neue Vorschläge -- Varoufakis tritt zurück -- Deutsche Post im Fokus

EU-Kommission hält Griechenland-Kompromiss immer noch für möglich. EZB wird wohl Hellas-Geldversorgung nicht stoppen. Freudensprung nach Ende des Dauerstreiks bei der Deutschen Post. Noyer: Griechen-Schulden bei EZB können nicht umgeschuldet werden.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welcher Fußballtrainer verdient am meisten?

Umfrage

Griechenlands Finanzminister Varoufakis tritt zurück. Glauben Sie, dass nun eine Einigung im Schuldenstreit näher rückt?