24.08.2012 08:07
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Euro kann Vortagesgewinne verteidigen

Kursanstieg wackelig
Der Euro hat sich zum Wochenausklang kaum verändert gezeigt und seine kräftigen Gewinne vom Vortag gehalten.
Experten sehen den Kursaufschwung der Gemeinschaftswährung jedoch auf wackligen Beinen. Der Euro stand am Freitagmorgen bei 1,2562 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag noch auf 1,2552 (Mittwoch: 1,2448) Dollar festgesetzt.

   Seit Wochenbeginn hat der Euro zum Dollar fast um drei Cent zugelegt. Vor allem die Aussichten auf ein weiteres Anleihekaufprogramm der US-Notenbank Fed stützten den Kurs. Doch nicht nur im Vergleich zum Dollar befindet sich der Euro im Aufwind, Gewinne wurden zuletzt gegenüber allen G10-Währungen verzeichnet.

    "Diese Europhorie kann durchaus noch etwas anhalten, beruht aber auf einem fragilen Fundament", warnt Commerzbank-Experte Lutz Karpowitz. Es zeichne sich zwar ab, dass Griechenlands Kollaps nicht so schnell kommt, wie befürchtet. Dies liege jedoch allein daran, dass die EZB dem Land erlaube, sich mit Notfallkrediten - Geld, das die griechische Zentralbank aus der elektrischen Druckerpresse zieht - über Wasser zu halten.

    Im Fokus der Anleger stehen die Treffen des griechischen Premiers Antonis Samaras mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Francois Hollande. Samaras reist als Bittsteller an, um das Sparprogramm seines Landes zeitlich zu strecken. Merkel und Hollande fordern jedoch weitere Reformen. Datenseitig bleibt es ruhig. Lediglich das belgische Unternehmensvertrauen und die Auftragseingänge langlebiger Güter in den USA stehen auf der Agenda.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: filmfoto / Shutterstock.com
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