26.02.2013 08:14
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Italien-Sorgen lasten auf Eurokurs

Massive Kursverluste
Der Euro hat sich am Dienstag nicht von seinen massiven Kursverlusten vom Vortag erholen können und ist weiter ins Minus geraten.
Die Sorge um eine politische Blockade in Italien setzt der Gemeinschaftswährung zu.

    Am Morgen stand der Euro bei 1,3050 US-Dollar. Am Montagvormittag hatte er noch fast drei Cent mehr gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3304 (Freitag: 1,3186) Dollar festgesetzt.

    Bei den Parlamentswahlen in Italien zeichnet sich eine Pattsituation ab: Das Mitte-Links-Bündnis mit seinem Spitzenkandidaten Pier Luigi Bersani konnte zwar die Mehrheit im Abgeordnetenhaus holen. Im Senat erreichte jedoch keines der beiden großen Bündnisse um Bersani und den Ex-Premier Silvio Berlusconi die absolute Mehrheit, so dass eine stabile Regierung unwahrscheinlich ist.

    "Daher bleibt ein hoher Unsicherheitsfaktor im Markt", kommentiert Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen.

    Konjunkturdaten aus dem Euroraum stehen im Handelsverlauf nicht auf dem Programm. Allerdings gibt es mit einer italienischen Geldmarktauktion einen weiteren Risikofaktor. Ausgerechnet mitten im Wahlchaos will das Land mehr als acht Milliarden Euro bei Anlegern einsammeln.

    Zudem könnte eine Rede von Notenbankchef Ben Bernanke vor dem US-Senat den Devisenmarkt beeindrucken. Zuletzt hatten die Spekulationen auf ein vorzeitiges Ende der ultralockeren Geldpolitik in den Staaten Auftrieb erhalten. Darüber hinaus werden in den USA eine Reihe an Daten zum Häusermarkt sowie das Verbrauchervertrauen des Conference Boards veröffentlicht.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Tom Wang / Shutterstock.com
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