Euro vor US-Arbeitsmarktbericht unter 1,24 Dollar

Am Donnerstag hatte der Euro kräftig um eineinhalb Cent nachgegeben, obwohl mehrere große Notenbanken - darunter die EZB - ihre Geldpolitik weiter lockerten. Angesichts der ebenfalls schlechten Börsenstimmung ist es den Zentralbanken des Euroraums, Großbritanniens und Chinas nicht gelungen, die Stimmung der Investoren zu verbessern. Viele Analysten verwiesen auf die EZB, die zwar ihren Leitzins auf ein Rekordtief senkte, zusätzliche Krisenmaßnahmen für den Bankensektor aber vermissen lässt.
Am Freitag richten sich die Blicke der Anleger in Richtung USA. Dort wird am Nachmittag der monatliche Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Nach zwei enttäuschenden Monaten wird für Juni mit einem etwas stärkeren Jobaufbau gerechnet. Mit rund 100.000 Stellen dürfte er aber zu schwach ausfallen, um die Arbeitslosigkeit nennenswert zu reduzieren. Eine abermalige Lockerung der amerikanischen Geldpolitik könnte damit wieder verstärkt diskutiert werden.
FRANKFURT (dpa-AFX)


