22.02.2013 17:05
Bewerten
 (0)

Euro sinkt unter 1,32 US-Dollar

Nach EZB-Rückflüssen
Der Euro ist am Freitag von geringen Rückzahlungen an EZB-Notkrediten belastet worden.
Am späten Nachmittag sank die Gemeinschaftswährung auf bis zu 1,3146 US-Dollar. Am Vormittag hatte der Euro noch einen Cent höher notiert, weil das Ifo-Geschäftsklima stark gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3186 (Donnerstag: 1,3186) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7584 (0,7584) Euro.

    Das schwache Winterquartal dürfte für die deutsche Wirtschaft tatsächlich nur ein Ausrutscher gewesen sein. Der Ifo-Index stieg im Februar ungewöhnlich stark um 3,1 Punkte auf 107,4 Zähler. Nach dem vierten Anstieg in Folge liegt der wichtige Frühindikator mittlerweile so hoch wie seit zehn Monaten nicht mehr. Das deutet auf eine baldige konjunkturelle Erholung hin. "Die deutsche Volkswirtschaft wird auch 2013 und 2014 die Lokomotive der Eurozone sein", kommentierte Experte Andreas Scheuerle von der Dekabank.

   Die Freude am Devisenmarkt hielt aber nicht lange vor: Gegen Mittag geriet der Euro spürbar unter Druck, weil die europäischen Banken nur einen geringen Teil von Notkrediten an die EZB zurückzahlen wollen. Der Rückfluss stammt aus zwei EZB-Krediten mit einer extrem langen Laufzeit von bis zu drei Jahren und einem Gesamtvolumen von einer Billion Euro. Geringe Tilgungen vor Fälligkeit werden negativ gewertet, weil sie auf eine angespannte Lage im Bankensektor hinweisen.

   Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86205 (0,86420) britische Pfund (EUR/GBP), 122,98 (122,85) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2272 (1,2290) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.576,50 (1.577,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37.810,00 (37.600,00) Euro./bgf/hbr/he

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: carballo / Shutterstock.com, isak55 / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Kostenlosen Report anfordern

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,0854-0,0010
-0,0870
Japanischer Yen129,37300,2280
0,1766
Britische Pfund0,71610,0005
0,0636
Schweizer Franken1,03920,0013
0,1214
Russischer Rubel55,51310,1464
0,2644
Bitcoin203,66001,4300
0,7071

Heute im Fokus

DAX mit Gewinnen gestartet -- Deutsche Bank stellt steigende Dividende in Aussicht -- Nokia: Keine Pläne für Rückkehr ins Handy-Geschäft -- Apple dürfte Gewinn und Umsatz klar steigern

Deutsche Bank will Postbank-Aktie zunächst vom Markt nehmen - Neuer IPO in 2016. VW-Patriarch Piëch legt Aufsichtsratsmandat nieder. Britische Regierung will Versuch einer Übernahme von BP verhindern. Nordex erteilt Übernahmespekulationen eine Absage. EZB-Ratsmitglied Liikanen warnt vor Blasen an den Märkten.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die schlechtesten Index-Performer

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Die Lokführergewerkschaft GDL hat nach den gescheiterten Tarifgesprächen am Sonntag offiziell beschlossen, erneut zu streiken. Haben Sie dafür Verständnis?