28.06.2013 17:02
Bewerten
 (0)

Euro bricht Erholung ab

Nach fester Tendenz
Der Euro ist am Freitag mit Verlusten in das Wochenende gegangen.
Nach einer überwiegend festen Tendenz brach die Gemeinschaftswährung am Nachmittag ihre Erholung ab. Im Tief rutschte der Euro auf 1,3006 Dollar. Das war ein Cent weniger als im Tageshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3080 (Donnerstag: 1,3032) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7645 (0,7673) Euro.

    Auslöser für die Verluste im Nachmittagshandel waren Konjunkturdaten aus den USA. Die Verbraucherstimmung, erhoben von der Uni Michigan, hatte zwar leicht nachgegeben. Sie hielt sich aber in der Nähe ihres zuvor erreichten sechsjährigen Höchststandes. Dies spricht dafür, dass der private Verbrauch im Jahresverlauf eine wichtige Stütze der US-Konjunktur bleiben wird.

    Robuste Fundamentaldaten stützen den Dollar, weil die amerikanische Notenbank Fed ihre expansive Geldpolitik nur dann zurücknehmen will, wenn sich die konjunkturelle Erholung fortsetzt. Andernfalls könnten die milliardenschweren Wertpapierkäufe verlängert und sogar mit höherem Tempo durchgeführt werden, wie Fed-Vizechef William Dudley am Donnerstag gesagt hatte.

    Für Aufsehen sorgte am Freitag ein Zeitungsbericht zur europäischen Geldpolitik. Die "Süddeutsche Zeitung" will erfahren haben, dass innerhalb der EZB über einen flächendeckenden Kauf von Staatsanleihen als Alternative zu dem umstrittenen Kaufprogramm OMT nachgedacht wird. Hintergrund sei die gegenwärtige Prüfung des OMT durch das Bundesverfassungsgericht. Die Notenbank dementierte den Bericht. Experten wie Marco Valli, Europa-Chefökonom der Großbank Unicredit, halten breitangelegte Anleihekäufe durch die EZB gegenwärtig für sehr unwahrscheinlich.

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85720 (0,85310) britische Pfund (EUR/GBP), 129,39 (127,93) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2338 (1,2326) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.192,00 (1.232,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29.120,00 (29.930,00) Euro./bgf/jkr/he

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: filmfoto / Shutterstock.com, elen_studio / Shutterstock.com

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,12310,0001
0,01
Japanischer Yen113,3980-0,0020
-0,00
Britische Pfund0,8653-0,0010
-0,12
Schweizer Franken1,08930,0000
0,00
Russischer Rubel71,97100,5448
0,76
Bitcoin539,9400-1,4200
-0,26
Chinesischer Yuan7,48270,0968
1,31

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen schließen im Minus -- Twitter kurz vor Übernahme? -- Commerzbank steht wohl vor massivem Stellenabbau -- Telekom, Innogy-IPO, Yahoo im Fokus

Flugbegleitergewerkschaft Ufo droht mit Streik bei Eurowings. Axel Springer übernimmt La Centrale vollständig. IWF bekräftigt Forderung nach Schuldenerleichterung für Athen. Apple testet wohl eigenen vernetzten Lautsprecher. DAX-Anleger sind dank Geldspritzen fit für Gipfelsturm.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der Gehaltsreport

Umfrage

Greenpeace hat am Montagmorgen gegen das Freihandelsabkommen Ceta protestiert. Wie ist Ihre Haltung gegenüber dem Abkommen mit Kanada?