23.02.2013 09:05
Bewerten
 (4)

Ist die Schwedenkrone zu teuer?

Jüngste Aufwertung der Krone könnte zu kräftig ausgefallen sein.
Sowohl auf kurze als auch auf lange Sicht hat der Euro im Vergleich zur Schwedischen Krone das Nachsehen, wobei sich zuletzt die Abwertung der Gemeinschaftswährung nochmals beschleunigte. Beflügelt haben könnte die Schwedenkrone zum einen die mögliche Pleite eines großen spanischen Immobilienentwicklers und die damit einhergehende Befürchtung, dass die Euro-Krise nochmals Fahrt aufnehmen könnte. Zum anderen hat sich die schwedische Notenbank auf ihrer letzten Sitzung klar gegen eine von einigen Marktteilnehmern erwartete Zinssenkung ausgesprochen.

Mögliche Korrektur

Zwar spricht derzeit wenig für eine kräftige Abwertung der Krone, auf der anderen Seite ist jedoch auch nicht auszuschließen, dass die jüngste Aufwertung etwas zu kräftig ausfiel. Schließlich hat sich die Krone nach der Kaufkraftparitätentheorie mittlerweile weit von ihrer fairen Bewertung von rund 11,2 Kronen pro Euro entfernt.

EUR/SEK: Entscheidung steht an

Die Schwedische Krone galt lange als echte Alternative zum Euro. Das zeigt sich auch an ihrer Stärke in den Jahren 2009 bis 2011. Dann geriet ihr Anstieg, oder vielleicht eher der Abstieg des Euro, ins Stocken.

Alles erscheint möglich

Seither bewegt sich die Krone in einem recht engen Band zur Gemeinschaftswährung, seit Herbst 2012 hat sich dieses Band noch einmal verschmälert. Zuletzt zuckte die Krone wieder ein wenig auf und ging auch etwas aus dem gefundenen Band heraus. Ob diese Bewegung ein nachhaltiger Ausbruch ist oder nur ein kurzer Hüpfer bleibt, wird sich wohl in den kommenden Tagen entscheiden.

Schafft es die Schwedenkrone, sich außerhalb des Trends zu halten, könnte sie noch ein wenig Luft nach oben haben. Ansonsten heißt es: zurück ins Bändchen.

Die RBS zählt zu den Vorreitern im Zertifikatemarkt. Seit 1999 sind wir mit der Derivateabteilung, die für die Emission von Zertifikaten und Strukturierten Produkten verantwortlich ist, in Deutschland aktiv. Zahlreiche Innovationen im schnellwachsenden Zertifikatesegment sind auf uns zurückzuführen. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Internetseite www.rbs.de/markets.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,11390,0040
0,36
Japanischer Yen114,2200-0,4350
-0,38
Britische Pfund0,83930,0039
0,46
Schweizer Franken1,08390,0006
0,05
Russischer Rubel71,07550,2016
0,28
Bitcoin609,83000,2600
0,04
Chinesischer Yuan7,42640,0379
0,51

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- US-Börsen leicht im Plus -- BMW will das autonome Auto 2021 serienreif auf die Straße bringen -- Apple im Fokus

Lufthansa findet neuen Finanzvorstand. Daimler macht bei US-Verkäufen Boden gut. US-Industriestimmung hellt sich überraschend auf. Facebook darf Pseudonyme verbieten - Schlappe für Datenschützer. Silber so teuer wie zuletzt im September 2014. Finanzamt durchsucht Google-Büros in Madrid.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Welcher Spieler ist am meisten wert?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
So hoch sind die Bundesländer verschuldet

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?