23.08.2013 17:02
Bewerten
 (0)

Euro legt deutlich zu

Schwache US-Daten
Der Euro hat am Freitag nach schwachen Daten vom US-Häusermarkt merklich zugelegt und über 1,34 Dollar notiert.
Am späten Nachmittag stieg der Eurokurs bis auf 1,3410 US-Dollar. Zuvor war der Euro noch bis auf 1,3334 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3355 (Donnerstag: 1,3323) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7488 (0,7506) Euro.

    Schwache Daten vom US-Häusermarkt hätten den Dollar am späten Nachmittag belastet, sagten Händler. Die Verkäufe neuer Häuser waren im Juli überraschend eingebrochen. Der Fall um 13,4 Prozent war der stärkste seit über drei Jahren. Die schwachen Daten könnten den Beginn aus dem Ausstieg des Anleihekaufprogramms der US-Notenbank verzögern. Die Mehrheit der Experten erwartet eine Drosselung der milliardenschweren Anleihekäufe im September.

    Aber nicht nur schwache Daten aus den USA, sondern auch besser als erwartet ausgefallene Zahlen aus der Eurozone stützten den Euro laut Händlern. Die Stimmung der Verbraucher in der Eurozone ist laut Daten der EU-Kommission so gut wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Der Anstieg im August war die neunte Verbesserung in Folge.

    Eine weitere Zinssenkung durch die EZB wird damit immer unwahrscheinlicher. Am frühen Morgen hatte sich EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny gegen eine weitere Lockerung der Geldpolitik ausgesprochen. "Ich sehe derzeit nicht viele Argumente, die für eine Zinssenkung sprechen", sagte der Chef der österreichischen Notenbank am Rande des Notenbanktreffens in Jackson Hole.

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85910 (0,85505) britische Pfund (EUR/GBP), 132,35 (131,45) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2358 (1,2349) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.377,50 (1.375,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32.520,00 (32.490,00) Euro./jsl/jkr/jha/

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Carlos andre Santos / Shutterstock.com, qvist / Shutterstock.com

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1256-0,0060
-0,53
Japanischer Yen127,45000,0750
0,06
Britische Pfund0,7759-0,0054
-0,69
Schweizer Franken1,0999-0,0006
-0,05
Russischer Rubel88,2238-2,5303
-2,79
Bitcoin343,16008,9400
2,67
Chinesischer Yuan7,4066-0,0324
-0,44

Heute im Fokus

DAX geht mit kräftigem Plus ins Wochenende -- US-Börsen schließen höher -- Commerzbank mit Milliardengewinn -- Deutsche Bank startet Anleihen-Rückkauf -- Groupon, Renault im Fokus

Springer-Konzern verwirft Umwandlung der Rechtsform. Tim Cook blamiert sich mit der iPhone-Kamera - und reagiert humorlos. Wachstum in China kurbelt VW-Verkäufe wieder an. Triebwerksbauer Rolls-Royce kappt wegen Krise Dividende. Japans Regierung deutet Intervention gegen starken Yen an.
Wo verdiene ich am meisten?
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten
Wer hatte das größte Emissionsvolumen?

Umfrage

Die Geldgeber Griechenlands sind mit den Reformbemühungen der Regierung in Athen laut einem Medienbericht noch nicht zufrieden. Ist für Sie das Thema Grexit abgehakt?