05.04.2013 16:47

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SCHWACHE US-KONJUNKTUR

Euro springt über 1,30 Dollar


Der Euro hat am Freitag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA erstmals seit fast zwei Wochen wieder den Sprung über die Marke von 1,30 US-Dollar geschafft.

Unerwartet schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA hätten den Dollar belastet und der Gemeinschaftswährung im Gegenzug Auftrieb verliehen, hieß es von Händlern. Am Nachmittag stand der Euro bei 1,3003 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2944 (Donnerstag: 1,2818) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7726 (0,7802) Euro.

    Mit der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für März sprang der Euro zeitweise auf 1,3026 Dollar und erreichte damit den höchsten Wert seit dem 25. März. In der größten Volkswirtschaft der Welt war die Zahl der Beschäftigten im März deutlich schwächer gestiegen, als Analysten erwartet hatten. Die Arbeitsmarktdaten gelten als die wichtigsten Konjunkturdaten aus den USA und werden am Markt stark beachtet.

    Dagegen konnte der Rückgang der Arbeitslosenquote in den USA von 7,7 Prozent im Februar auf 7,6 Prozent im März die Kurse am Devisenmarkt kaum bewegen. Bernd Weidensteiner, USA-Experte bei der Commerzbank, sagte: "Bedenklich ist vor allem, dass sich immer mehr Arbeitslose nicht mehr arbeitssuchend melden und aus der Statistik herausfallen." Ein überraschend starker Anstieg der Auftragseingänge in der deutschen Industrie konnte den Kurs des Euro ebenfalls kaum bewegen.

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84910 (0,84745) britische Pfund (EUR/GBP), 124,49 (122,31) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2158 (1,2155) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.568,00 (Vortag: 1.546,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37.960,00 (38.190,00) Euro./jkr/he

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Nagy-Bagoly Arpad / Shutterstock.com

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