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11.01.2012 09:12

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Tageskommentar zu EUR/USD


Kommentar 1:
Wir sahen gestern im Wechselkursverhältnis Euro gegenüber USD zunächst eine Fortsetzung der am Montag eingeleiteten Erholung, doch erwarten Experten auf der Oberseite keine Überraschungen. Vielmehr gehen die Marktbeobachter davon aus, dass sich der übergeordnete Abschwung des Euro weiter fortsetzt, sobald der jüngste Erholungsimpuls auf der Oberseite ausläuft.

Kommentar 2:
Der Euro schaffte es am gestrigen Dienstag auf 1,2820 USD, bevor er wieder nachgab. In der praktischen Konsequenz sollte eine am Montag mit 1,2720 USD eingegangene Kauf-Position aufgelöst worden sein, allein schon weil wir diverse Stopp-Kursanpassungen durchgeführt hatten. Marktbeobachter begründen den jüngsten Erholungsimpuls zum einen aus technischer Sicht, mit einem Verweis auf eine überverkaufte Marktverfassung, zum anderen mit den gestrigen Kursgewinnen im Aktienmarkt, welche temporär stützend wirkten. Befragt nach nachhaltigen Argumenten für weiter steigende Euro-Kurse, reagieren die meisten Experten jedoch mit Schulterzucken. Von Seiten der Commerzbank hieß es dazu, dass lediglich die extrem hohe Positionierung auf eine nachgebende Gemeinschaftswährung zu einer Fortsetzung des Wechselkursanstiegs führen. Als potentielle Erholungs-Ziele nannte eine Analystin der Bank Niveaus um 1,2850 USD, maximal 1,2950 USD. ?Spätestens dann dürfte charttechnisch aber erst einmal die Luft raus sein und das Verkaufsinteresse wieder spürbar dominieren?, wird sie in einem DJNW Begleitkommentar zitiert. Mit Blick auf die Rahmenbedingungen wird wiederholt auf das Treffen zwischen Merkel und Sarkozy verwiesen. Heiß ersehnte Details habe es keine gegeben, hieß es dazu im Markt. Es habe einmal mehr gezeigt, schrieb ein Kommentator von DJNW gestern Abend, dass sich die Märkte auch in diesem Jahr auf reichlichen Informationsfluss bei zähem Fortschritt auf dem Weg zu einer Lösung der Staatsschuldenkrise einstellen müssten.

Kommentar 3:
Außerdem sei vor den Auktionen Spaniens und Italiens am Ende der Woche zunächst noch mit einer Ausweitung der Peripherie-Spreads und damit Druck auf die Gemeinschaftswährung zu rechnen, heißt es weiter.

Fazit:
Nach der Realisierung eines Gewinns aus der jüngsten Positionierung, warten wir eine neue Einstiegsmöglichkeit ab. Kurzfristig können wir uns vorstellen, dass sich der Euro bis knapp an die 1,2700 USD reduziert, im Anschluss jedoch erneut ein Erholungsversuch gestartet wird. Dieser sollte dann durchaus bis 1,2850 / 1,2900 USD tragen. Wir platzieren eine Kauforder bei 1,2730 USD, welche jedoch erst (!) ausgeführt werden darf, wenn der Euro im Vorfeld die 1,2710 USD anhandelt. Das Kurs-Ziel wäre dann die 1,2830 USD, als Stopp-Kurs definieren wir die 1,2680 USD.

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