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03.07.2009 09:40

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Tageskommentar zu Euro/Dollar


Kommentar 1:
EUR/USD hat am Donnerstag im Umfeld fallender Notierungen an den internationalen Aktienmärkten und der in diesem Zusammenhang gestiegenen Risikoaversion deutlich aus dem Bereich von 1,4150 bis zutiefst 1,3927 nachgegeben (Dollarkurs). Als starker Belastungsfaktor entpuppte sich der US-Arbeitsmarktbericht für Juni, der mit 467.000 außerhalb der Landwirtschaft gestrichenen Stellen massiv enttäuschte (Konsens -365.000 nach -322.000). Die US-Arbeitslosenquote erhöhte sich weiter von 9,4% auf 9,5% ? ein 25-Jahreshoch. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Leitzins unverändert bei 1,00% belassen. Die wirtschaftliche Talfahrt werde sich in der zweiten Jahreshälfte abschwächen. 2010 werde es zu einer Erholung kommen, wobei Mitte des Jahres wieder positive Wachstumsraten zu erwarten seien, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in der anschließenden Pressekonferenz.

Kommentar 2:
EUR/USD hat nach dem nicht geglückten Sprung über die 1,42er-Marke am Donnerstag deutlich bis zutiefst 1,3927 korrigiert, bevor es am frühen Freitag zu einer Erholung kam, die EUR/USD die 1,40er-Marke zurückerobern ließ (Eurokurs). Damit notiert das Währungspaar nun wieder in der Mitte seiner seit Wochen bestehenden groben Handelsspanne zwischen 1,3750 und 1,4200. Die Indikatorenlage im Tageschart ist uneinheitlich: Während sich der Parabolic Time/ Price nach wie vor im Kauf befindet, notiert der MACD in seiner Standardeinstellung wieder unterhalb seiner Signallinie und hat damit ein Verkaufssignal geliefert. Die breite Seitwärtsbewegung bei EUR/USD dürfte vorerst Bestand haben. Auf die nächsten Widerstände trifft EUR/USD bei 1,4050, 1,4140-65 und 1,4200. Die nächsten Unterstützungen liegen bei 1,3930, 1,3890 und 1,3830.

Kommentar 3:
Aus der Eurozone wird um 8:00 Uhr UTC der revidierte Dienstleistungsindex für Juni gemeldet (Konsens unverändert bei 44,5 Punkten). Um 9:00 Uhr UTC folgen die EU-Einzelhandelsumsätze im Mai (erwartet -2,7% nach -2,3%). US-Daten stehen angesichts des dortigen Feiertages zum Wochenschluss nicht auf dem Programm.

Fazit:
Nach wie vor präsentiert sich EUR/USD aktienmarktgetrieben, d.h. fallen die Notierungen an den globalen Aktienmärkten, tut dies auch EUR/USD. Wie stark diese Korrelation nach wie vor ist, haben die vergangenen Handelstage eindrucksvoll bewiesen. Zu erwarten steht, dass sich dieses Muster auch zum Wochenschluss fortsetzt. Die Vorgaben sind hier jedoch uneinheitlich: Während sich der japanische Nikkei negativ entwickelte, hat der Dax jüngst marginal im grünen Bereich eröffnet. Vom US-Markt sind im weiteren Handelsverlauf keine Impulse für EUR/USD zu erwarten: Die Börsen bleiben dort zur Feier des Unabhängigkeitstages geschlossen. Wir setzen daher zum Wochenschluss darauf, dass die Lage nach wie vor fragil bleibt und der schlechte US-Arbeitsmarktbericht sowie die Sorge, dass sich die Weltwirtschaft nicht so bald erholen wird, weiterhin die Stimmung trübt, und favorisieren daher eine EUR/USD-Shortposition auf dem aktuellen Niveau zu1,4012 mit einem Stopp im Abstand von 35 Pips und Kurszielen bei 1,3980, 1,3930 und 1,3890. Tomke Hansmann FXdirekt Bank

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