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10.07.2009 09:17

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Tageskommentar zu Euro/Dollar


Kommentar 1:
EUR/USD legte am Donnerstag bis 1,4072 in der Spitze zu, wozu neben den Gewinnen an den internationalen Aktienmärkten nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen des weltgrößten Aluminiumherstellers Alcoa und der in diesem Zusammenhang gestiegenen Risikobereitschaft auch die Zahl der US-Arbeitslosen-Erstanträge in der Woche zum 4. Juli beitrug, die mit 565.000 besser als erwartet ausfielen. Ökonomen hatten mit einem Wert von 603.000 gerechnet, nachdem sich in der Vorwoche 617.000 Amerikaner erstmals um staatliche Hilfen bemüht hatten. Die Lagerbestände im Großhandel im Monat Mai in den USA wurden mit einem erneuten Minus von 0,8% gemeldet (erwartet -1,0% nach -1,4%). Damit war der Wert weiter rückläufig, wenngleich nicht so stark wie erwartet, da die Lagerbestände zunehmend leerer werden und in absehbarer Zeit wieder ein Lageraufbau wird erfolgen müssen.

Kommentar 2:
EUR/USD bewegt sich weiter innerhalb der seit Anfang Juni bestehenden groben Handelsspanne zwischen 1,3750 und 1,4200, die sich in dieser Woche auf 1,3830 bis 1,4070 verengt hat. Die Indikatorenlage im Tageschart ist weiter negativ: Sowohl der MACD in seiner Standardeinstellung als auch der Parabolic Time/ Price befinden sich anhaltend im Verkauf. Zuletzt ist EUR/USD wieder unter die 1,40er-Marke gefallen. Auf die nächsten Unterstützungen trifft das Währungspaar bei 1,3940, 1,3890-70, 1,3830 und 1,3750. Widerstände lassen sich bei 1,4000-25, 1,4050-70 und im Bereich von 1,4100 lokalisieren.

Kommentar 3:
Aus den USA werden zum Wochenschluss die Handelsbilanzzahlen für Mai (Konsens -30,0 nach -29,2 Milliarden USD) und die Importpreise im Juni gemeldet (erwartet +2,0% nach +1,3%). Um 14:00 Uhr UTC folgt der Michigan Sentiment Index im Juli (Konsens 70,0 nach 70,8 Punkten).

Fazit:
Neben der unentschlossenen Situation an den internationalen Aktien und der nach wie vor hohen Unsicherheit, ob denn nun eigentlich der Aufschwung kommt oder die US-Wirtschaft in der Rezession stecken bleibt, belastet den Euro am Freitagmorgen auch die Nachricht, dass der Internationale Währungsfonds mit mindestens zehn osteuropäischen Ländern über umfangreiche Hilfsprogramme verhandelt. Denkbar ist, dass sich die Stimmung im weiteren Handelsverlauf mit Meldung des Michigan Sentiment Index weiter eintrübt. Zu befürchten steht, dass die Konsensschätzung zu optimistisch ist, so dass wir hier Enttäuschungspotenzial ausmachen. Einen Hinweis darauf liefert das ABC-Verbrauchervertrauen, das sich zuletzt wieder eingetrübt hat. Wir favorisieren daher am Freitag eine Shortposition auf dem aktuellen Kursniveau von 1,3937 mit einem Stopp im Abstand von 35 Pips. Die Kursziele liegen bei 1,3900, 1,3880 und 1,3840. Tomke Hansmann FXdirekt Bank

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