21.12.2012 08:17
Bewerten
 (0)

Euro gibt spürbar nach

USA und Zypern belasten
Der Euro hat am Freitag spürbar nachgegeben. Händler nannten den sich verschärfenden US-Haushaltsstreit und größere Sorgen um das Euroland Zypern als Grund.
Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,3205 US-Dollar und damit einen halben Cent weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,3246 (Mittwoch: 1,3302) Dollar festgesetzt.

    In den USA drohen die Haushaltsgespräche zwischen Regierung und Kongress zu scheitern. In der Nacht zum Freitag war es dem republikanischen Verhandlungsführer John Boehner nicht gelungen, eine Mehrheit des Repräsentantenhauses hinter seinen Kompromissvorschlag zu bringen. Dies schwächt die Verhandlungsposition Boehners gegenüber der Regierung und verringert die Chancen, dass die USA vor dem Jahresende die "Fiskalklippe" umschiffen können. Anfang 2013 drohen in Amerika derart massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen, dass die weltgrößte Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnte.

    In Europa werden unterdessen die Sorgen um Zypern größer. In der Nacht zum Freitag stufte die Ratingagentur Standard & Poor's das kleine Euroland zum dritten Mal in weniger als einem halben Jahr ab. Zypern benötigt dringend finanzielle Unterstützung, insbesondere um seinen viel zu großen Bankensektor rekapitalisieren zu können.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Vladimir Koletic / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,2283-0,0050
-0,4054
Japanischer Yen146,3150-0,2400
-0,1638
Britische Pfund0,7854-0,0067
-0,8446
Schweizer Franken1,20470,0037
0,3114
Hong Kong-Dollar9,5298-0,0355
-0,3712
Bitcoin252,5600-11,9400
-4,5142

Heute im Fokus

Deutliche Gewinne: DAX über 2 Prozent im Plus -- Dow deutlich fester erwartet -- Deutsche Bank vor Postbank-Verkauf? -- Daimler-Partner BYD verliert 50-Prozent -- United Internet, QSC im Fokus

Zynga hofft auf Bugs Bunny & Co.. EZB veröffentlicht Sitzungsprotokolle nach vier Wochen. Bundestag stellt sich hinter Kreditlinie für Griechenland. Daimler legt 600 Millionen Euro wegen Kartellverfahren zurück. Russland will Bankensystem mit fast 14 Milliarden Euro stützen. EU beschließt neue Krim-Sanktionen.
Wer hat die USA von Platz 1 verdrängt?

schaften der Welt

europa

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit Haut und Haar für das Freihandelsabkommen mit den USA stark machen. Was halten Sie von TTIP?

Anzeige