08.03.2013 17:22
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US-Arbeitsmarktdaten setzen Euro unter Druck

Unter 1,30 Dollar
Der Kurs des Euro ist am Freitag nach einem robusten US-Arbeitsmarktbericht unter die Marke von 1,30 US-Dollar gefallen.
Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,2980 Dollar gehandelt. Im Mittagshandel hatte der Kurs noch über der Marke von 1,31 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3090 (Donnerstag: 1,3010) Dollar festgesetzt.

    "Der sehr gut ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht hat den Dollar gestützt", sagte Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank. In den USA wurden im Februar deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet. Zudem sank die Arbeitslosenquote auf den niedrigsten Stand seit Ende 2008. "Die Wahrscheinlichkeit ist gestiegen, dass die US-Notenbank ihr Anleihekaufprogramm früher als bisher erwartet zurückfahren wird", sagte Leuchtmann. Eine nicht mehr ganz so expansive Geldpolitik würde den Dollar stützen.

    Eine weitere Verbesserung der Konjunkturdaten - besonders aber der Arbeitsmarktdaten - könnte laut Leuchtmann bis zum Jahresende zu einem Ende der Anleihekäufe führen. Zuletzt hatten bereits einige Mitglieder der Fed vor den Risiken der Anleihekaufprogramms gewarnt. "Im weiteren Jahresverlauf dürfte der Euro angesichts der stärkeren Wirtschaftsentwicklung in den USA tendenziell unter Druck bleiben", erwartet Leuchtmann.

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87100 (0,86500) britische Pfund (EUR/GBP), 125,50 (122,80) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2355 (1,2318) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.581,75 (1.579,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 38.080,00 (38.340,00) Euro./jsl/bgf/zb

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: carballo / Shutterstock.com
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