15.06.2012 08:28
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Devisen: Euro behauptet sich im Plus - Hohe Nervosität vor Wahl in Griechenland

Vor Wahlkrimi
Der Euro hat sich unmittelbar vor der brisanten Neuwahl in Griechenland knapp im Plus behauptet.
   Experten glauben jedoch kaum, dass der jüngste Anflug von Risikoappetit am Devisenmarkt anhalten wird. Nachdem die europäische Gemeinschaftswährung am Freitagmorgen im asiatischen Handel zwischenzeitlich bis nahe an die Marke von 1,26 US-Dollar fiel, wurde sie zuletzt wieder etwas erholt bei 1,2636 Dollar und damit minimal über Vortagesniveau gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,2551 (Mittwoch: 1,2534) Dollar festgesetzt.

   Am Markt kursierten Gerüchte über konzertierte Notfallmaßnahmen, die Notenbanken weltweit vor den griechischen Wahlen am Sonntag vorbereiten, hieß es aus dem Handel. Diese Spekulationen hätten die Risikofreude zuletzt leicht erhöht. Analysten zeigen sich jedoch skeptisch: "Wie schon so oft in den letzten Tagen bleibt uns auch diesmal nicht viel mehr übrig, als darauf hinzuweisen, dass solche Gerüchte wenig glaubhaft sind, da sie erhebliche inhaltliche Schwächen aufweisen", sagt Commerzbank-Experte Lutz Karpowitz.

   Natürlich hätten die großen Notenbanken derzeit eine hohe Verantwortung und würden die Entwicklung genau beobachten, so Karpowitz. Allerdings sei zu beachten, dass die Finanzmärkte bereits seit Monaten mit Liquidität überflutet seien. In jedem Fall bleibt das Ereignisrisiko vor den Wahlen hoch. "Der Verbleib des Landes in der Eurozone ist nicht gesichert", sagt Ralf Umlauf, Experte der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). "Vor diesem Hintergrund wird das Verhalten der Marktteilnehmer wohl von Zurückhaltung geprägt sein."

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: iStock/SusanneB
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