11.01.2017 17:44
Bewerten
(3)

Goldman Sachs sieht 2017 schwarz für den Euro

Weitere Abwertung: Goldman Sachs sieht 2017 schwarz für den Euro | Nachricht | finanzen.net
Weitere Abwertung
Wie weit kann es für den Euro noch nach unten gehen? Der Chefvolkswirt der Investmentbank Goldman Sachs hat dazu eine klare Vorstellung.
Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar in den letzten Monaten zusehends an Wert verloren. Am 3. Januar kostete der Euro nur noch 1,0341 US-Dollar - so schwach war die Gemeinschaftswährung schon seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Die Abwertung des Euro dürfte damit aber noch längst nicht beendet sein, glaubt Goldman-Sachs-Chefökonom Jan Hatzius. Er erwartet, dass es noch 2017 zu einer Parität zwischen Euro und US-Dollar kommen wird.

Zinspolitik driftet auseinander

Gegenüber "CNBC" begründete der Chefvolkswirt der renommierten US-Investmentbank seine Prognose mit den unterschiedlichen Wegen, die US-Notenbank und Europäische Zentralbank bei der Zinspolitik einschlagen würden. Denn während die Fed die Leitzinsen in den USA bereits wieder etwas angehoben und für 2017 drei weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt hat, wird die EZB den Leitzins für die Eurozone weiterhin auf dem Rekordtief belassen - eine Anhebung der Leitzinsen für den Euroraum erwartet Hatzius frühestens 2019. Die Geldpolitik in den USA und in der Eurozone würde dadurch immer mehr auseinanderdriften, und das werde zu einer Schwächung des Euro in Relation zum US-Dollar führen. Die tatsächliche Höhe der Leitzinsen in den beiden Regionen sei dabei nur zweitrangig, so der Goldman-Sachs-Experte. Entscheidend seien die unterschiedlichen Richtungen, die die Zentralbanken einschlügen.

Daten aus der Vergangenheit stützen seine Vorhersage. Auch schon in den Jahren 2007 und 2008, als in den USA die Subprime-Krise um sich griff, Europa von den Folgen aber noch verschont blieb, setzten die jeweiligen Notenbanken auf eine gegenläufige Geldpolitik. Damals war es jedoch die Fed, die den Leitzins deutlich senkte, während die EZB ihn 2008 noch einmal anhob. Das führte zu einem Erstarken des Euro, der in dieser Periode auch sein Allzeithoch bei 1,5990 US-Dollar erreichte. 2017 könnte nun die gegenteilige Entwicklung bevorstehen. Denn generell gilt, dass das Kapital dorthin fließt, wo eine höhere Rendite zu erwarten ist. Und das wären in diesem Fall aufgrund der höheren Zinsen beispielsweise US-Anleihen. Der US-Dollar erfährt dadurch eine höhere Nachfrage und wird so gestärkt.

Der Star-Ökonom irrte sich beim Euro schon einmal

Dennoch sollte man die Aussagen von Hatzius mit etwas Vorsicht betrachten - denn der Chefökonom von Goldman Sachs lag bei diesem Thema schon einmal falsch. Auch 2015 prophezeite er für das damalige Jahr eine Parität zwischen Euro und US-Dollar und anschließend eine weitere Abwertung der Gemeinschaftswährung. Gegenüber dem "Handelsblatt" sagte er im April 2015, der Euro könne bis 2017 "sogar unter das Niveau des Allzeittiefs von 82 Cent fallen". Nichts davon ist eigetreten.

Zu Beginn des Jahres notierte der Euro allerdings bereits etwas tiefer als bei Hatzius' Prognose von 2015. Bis zur Parität ist es also nicht mehr weit. Die gab es übrigens schon einmal: Wenige Monate nach der Einführung des Euro als Buchgeld, gab er gegenüber dem US-Dollar deutlich nach. Im Dezember 1999 war dann erstmals die Parität erreicht. Die Gemeinschaftswährung verlor aber noch weiter und markierte im Oktober 2000 ihren bisherigen Tiefststand bei 0,8225 US-Dollar. Erst im Juli 2002 wurde wieder die Parität erreicht. Seitdem blieb der Euro jedoch stärker als der US-Dollar. Wie es 2017 weitergeht, bleibt abzuwarten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: RTimages / Shutterstock.com, Vladimir Koletic / Shutterstock.com, Bragi Alexey / Shutterstock.com, OlegDoroshin / Shutterstock.com

Nachrichten zu Goldman Sachs

  • Relevant
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Goldman Sachs

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
11.08.2017Goldman Sachs HoldHSBC
24.07.2017Goldman Sachs NeutralUBS AG
26.06.2017Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
23.05.2017Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
25.04.2017Goldman Sachs buyHSBC
26.06.2017Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
23.05.2017Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
25.04.2017Goldman Sachs buyHSBC
27.03.2017Goldman Sachs buyHSBC
14.03.2017Goldman Sachs overweightJP Morgan Chase & Co.
11.08.2017Goldman Sachs HoldHSBC
24.07.2017Goldman Sachs NeutralUBS AG
19.04.2017Goldman Sachs NeutralCitigroup Corp.
19.04.2017Goldman Sachs Sector PerformRBC Capital Markets
18.04.2017Goldman Sachs Sector PerformRobert W. Baird & Co. Incorporated
24.02.2017Goldman Sachs SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.01.2017Goldman Sachs SellCitigroup Corp.
06.05.2016Goldman Sachs SellSociété Générale Group S.A. (SG)
01.03.2016Goldman Sachs SellSociété Générale Group S.A. (SG)
16.10.2015Goldman Sachs UnderweightJP Morgan Chase & Co.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Goldman Sachs nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,17600,0033
0,28
Japanischer Yen128,49500,1650
0,13
Pfundkurs0,91330,0021
0,23
Schweizer Franken1,13450,0053
0,47
Russischer Rubel69,47130,2090
0,30
Bitcoin3517,0479-27,1091
-0,76
Chinesischer Yuan7,84650,0199
0,25

Heute im Fokus

DAX geht mit Verlust ins Wochenende -- Dow Jones im Minus -- STADA-Übernahme erfolgreich -- Verhandlungen über Zukunft von Air Berlin -- Calpine, Deutsche Bank im Fokus

Darmstädter Merck-Konzern will vor weiteren Großübernahmen Schulden abbauen. Analyst ermittelt den perfekten Einstiegskurs für Bitcoins. Busch bei Pfeiffer Vacuum mit neuem Etappensieg. Venezuelas Bolivar fällt auf Rekordtief. Unsicherheit beim iPhone 8: Wann kommt das neue Apple Smartphone? UniCredit-Aufnahme im EuroStoxx möglich - Airbus hofft auf Stoxx.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett

Umfrage

Die Deutsche Bank wird optimistischer für deutsche Aktien und sieht beim DAX bis Jahresende noch 3 Prozent Luft nach oben. Was glauben Sie, wie sich der DAX bis zum Ende des Jahres entwickeln wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Konjunktur/Wirtschaft
10:00 Uhr
Es muss nicht immer die Aktie sein
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Scout24 AGA12DM8
Daimler AG710000
BMW AG519000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Allianz840400
Apple Inc.865985
E.ON SEENAG99
Siemens AG723610
Air Berlin plcAB1000
adidas AGA1EWWW
Coca-Cola Co.850663
TeslaA1CX3T
Amazon906866
CommerzbankCBK100