dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN in der Woche vom 01. bis 05.09.2008
MONTAG
ALLIANZ SE
ALLIANZ SE
LONDON - Merrill Lynch hat die Einstufung für Allianz auf "Buy" mit einem Kursziel von 130 Euro belassen. Der Verkauf der Dresdner Bank zeige, wie unterbewertet die restlichen Teile der Allianz seien, schrieben die Analysten in einer Studie vom Montag. Der erzielte Verkaufspreis für die Dresdner Bank sei vorteilhaft für den Versicherer. Der bisherige Modellansatz für den Wert der Dresdner Bank habe bei 8,3 Milliarden Euro gelegen.
ALLIANZ SE
MÜNCHEN - Die UniCredit hat die Bewertung für die Titel der Allianz auf "Buy" mit einem Kursziel von 166 Euro belassen. Der Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank sei nicht die beste denkbare Lösung gewesen, schrieb Analyst Andreas Weese in einer Studie vom Montag. Allerdings dürften ein relativ hoher Preis für die Dresdner Bank, eine relativ niedrige Bewertung der cominvest, mögliche Synergieeffekte und das größere Ausmaß der Vertriebsplattform positiv angesehen werden.
ALLIANZ SE
LONDON - Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel für Aktien der Allianz von 144,00 auf 150,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Verkauf der Dresdner Bank erhöhe auch über den Marktwert der erhaltenen Commerzbank-Anteile den Wert der Allianz und hieraus resultiere die Kurszielerhöhung, schrieb Analyst Spencer Horgan in einer Studie vom Montag. Zwar sei es nicht zum utopischen Szenario eines klaren Verkaufs für Cash gekommen. Die nun erzielte Übereinkunft biete aber eine Reihe strategischer Vorteile für die Allianz.
COMMERZBANK AG
FRANKFURT - Independent Research (IR) hat nach Abschluss der Übernahmeverhandlungen das Kursziel der Commerzbank von 23,50 auf 21,00 Euro gesenkt und votiert unverändert mit "Akkumulieren". Grund für die Kurszielsenkung sei die anstehende Kapitalerhöhung, schrieb Analyst Pierre Drach in einer Studie vom Montag. Er bewerte die Übernahme der Dresdner Bank für die Commerzbank als attraktiv.
COMMERZBANK AG
FRANKFURT - Equinet hat Commerzbank-Aktien nach dem Kauf der Dresdner Bank auf "Hold" mit dem Kursziel 22 Euro belassen. Die Details der Transaktion mit der Allianz seien für die Bank insgesamt negativ einzuschätzen, schrieb Analyst Phillip Häßler in einer Studie vom Montag. Die Umsetzungsrisiken seien signifikant, aber aus strategischer Sicht sei der Schritt dennoch positiv für die Commerzbank. Mittelfristig sei das Hauptrisiko, ob das Investment Banking der Dresdner Bank profitabler gemacht werden könne.
COMMERZBANK AG
MÜNCHEN - Die UniCredit hat die Beurteilung für die Papiere der Commerzbank auf "Hold" mit einem Kursziel von 23,50 Euro belassen. Zu erwartende Synergieeffekte seien der positive Aspekt der Dresdner-Bank-Übernahme, schrieb Analyst Andreas Weese in einer Studie vom Montag. Trotzdem sei der Kaufpreis hoch und die aus der Übernahme resultierende Veränderungen im Geschäftsmix passten nicht genau zur strategischen Ausrichtung. Zudem gebe es hohe Abwicklungsrisiken und auch die Profitabilität der Dresdner Bank bleibe zweifelhaft.
CONTINENTAL AG
LONDON - Merrill Lynch hat die Aktie von Continental nach der Übernahme eines 49,99-prozentigen Conti-Anteils durch Schaeffler von "Neutral" auf "Underperform" gesenkt. Das Kursziel sei zugleich von 70 auf 60 Euro herabgesetzt worden, schrieb Analyst Thomas Besson in einer Studie vom Montag. Mit dem Ende der Übernahmeschlacht fehle den Titeln nun ein wichtiger Impulsgeber. Die zukünftigen Herausforderungen für Continental seien offensichtlich und würden weiter steigen. Dennoch hält Besson Continental europaweit und möglicherweise sogar global für den am besten aufgestellten Automobil-Zulieferer.
INFINEON TECHNOLOGIE
LONDON - Goldman Sachs hat das Kursziel für Infineon von 6,40 auf 7,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Eine Reihe von Unternehmenskäufen in der europäischen Technologiebranche habe eine neue Bewertungsbasis geschaffen und biete gleichzeitig Kursfantasie, schrieb Analyst Simon Schafer in einer Branchenstudie vom Montag. Derzeit liege die Bewertung einiger europäischen Technologieaktien etwa 30 Prozent unterhalb des historischen Durchschnitts.
MLP AG
LONDON - JPMorgan hat MLP von "Underweight" auf "Neutral" heraufgestuft und das Kursziel von 11,40 auf 15,40 Euro erhöht. Swiss Life habe erklärt, das Unternehmen wolle MLP aus strategischen Gründen übernehmen, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Studie vom Montag. Der Finanzdienstleister biete ein beträchtliches Synergiepotenzial für Swiss Life.
DIENSTAG
COMMERZBANK AG
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Commerzbank von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 22,00 auf 16,50 Euro gesenkt. Der Kauf der Dresdner Bank sei eine teure Konsolidierung, schrieb Analyst Alexander Hendricks in einer Studie vom Dienstag. Commerzbank habe einen hohen Preis für die Verbesserung der strategischen Position bezahlt. Allerdings könnte die Dresdner Bank in ihrem Kerngeschäft positiv überraschen und das Management könnte höhere Kosteneinsparungen sowie Umsatzsynergien erzielen als aktuell erwartet. Dies sei das größte Risiko für die "Sell"-Empfehlung.
COMMERZBANK AG
ZÜRICH - Die UBS hat das Commerzbank-Kursziel nach der vereinbarten Dresdner-Bank-Übernahme von 22,00 auf 19,50 Euro reduziert, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Das neue Kursziel reflektiere seine gesenkten Gewinnschätzungen für die kommenden Jahre, schrieb Analyst Philipp Zieschang in einer Studie vom Dienstag. Der Kauf der Dresdner Bank dürfte das Ergebnis bis 2011 signifikant verwässern. Beide Banken passten strategisch zueinander, die Übernahmekonditionen seien aber unattraktiv und das Risiko bleibe hoch, glaubt Zieschsng.
DEUTZ AG
DÜSSELDORF - HSBC hat DEUTZ von "Overweight" auf "Neutral" zurückgestuft und das Kursziel von 9,00 auf 5,00 Euro reduziert. Die neuesten VDMA-Zahlen zeigten erhöhte Nachfragerisiken in der Branche, schrieb Analyst Jürgen Siebrecht in einer Studie vom Dienstag. Der Experte will seine Gewinnschätzungen für 2008 und 2009 reduzieren.
VOLKSWAGEN
DÜSSELDORF - HSBC Trinkaus & Burkhardt hat die Aktie von Volkswagen von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 182,00 auf 146,00 Euro gesenkt. Der stärkere US-Dollar und der fallende Ölpreis ließen zwar auf eine Erholung des Automobilsektors hoffen, schrieben die Analysten in einer Sektorstudie vom Dienstag. Jedoch bestünden weiterhin Risiken hinsichtlich der Volumina und des Produktmixes. Die Porsche-Aktie sei daher weiterhin der HSBC-Favorit im Sektor.
MITTWOCH
ALLIANZ SE
LONDON - Die Citigroup hat das Kursziel für Allianz wegen des Verkaufs der Dresdner Bank von 138 auf 142 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Transaktion werde wegen der Restrukturierungskosten das Ergebnis für 2009 verwässern, schrieb Analyst James Quin in einem Kommentar am Mittwoch. Für 2010 sei der Einfluss neutral und 2011/2012 werde sich das Geschäft positiv in der Bilanz niederschlagen. Außerdem könne sich der Versicherer mit dem Ausstieg bei der Dresdner Bank wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren und habe sich gleichzeitig einen verbesserten Vertriebsweg gesichert.
BP
LONDON - Goldman Sachs hat die BP-Aktien von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 690 auf 720 Pence angehoben. Außerdem habe er die Papiere des Öl-Konzerns in die "Pan-Europe Buy List" aufgenommen, schrieb Analyst Michele della Vigna in einem Branchenkommentar vom Mittwoch. Die jüngsten Kursverluste eröffneten eine gute Einstiegsgelegenheit. Das aktuelle Niveau impliziere einen Ölpreis von 75 bis 85 Dollar je Barrel.
CARL ZEISS MEDITEC AG
FRANKFURT - Cheuvreux hat Carl Zeiss Meditec wegen des starken Kursanstiegs in den vergangenen Wochen von "Outperform" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel auf 11,50 Euro belassen. Der Kurs sei im vergangenen Monat um 19 Prozent gestiegen, schrieb Analyst Oliver Reinberg in einer Studie vom Mittwoch. Das US-Wachstum werde aber wahrscheinlich kurzfristig gedämpft verlaufen. Dies dürfte auf das zuletzt eindrucksvolle Wachstum im Ausland drücken.
SAP AG
LONDON - Die UBS hat das Kursziel für SAP von 41 auf 44 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. SAP sei der defensivste Titel unter den europäischen Software-Produzenten, schrieb Michael Briest in einer Studie am Mittwoch. Das Unternehmen weise zudem die beste Positionierung in der Branche auf.
DONNERSTAG
BMW
LONDON - Die Credit Suisse hat die Einstufung für BMW auf "Underperform" mit einem Kursziel von 22 Euro belassen. Der Rückgang des europäischen Automarktes beschleunige sich, schrieb Analyst Arndt Ellinghorst in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die derzeitige Absatzschwäche könnte sich trotz des sinkenden Euro und des fallenden Ölpreises in den kommenden Quartalen deutlich im Ergebnis niederschlagen. Vor allem Massenhersteller wie Fiat und PSA Peugeot Citroen dürften darunter leiden.
COMMERZBANK AG
FRANKFURT - Merrill Lynch hat die Einstufung für Commerzbank nach der angekündigten Dresdner-Bank-Übernahme von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel auf 19,60 Euro belassen. Der Kaufpreis von rund 10 Milliarden Euro und der relativ hohe Aktienanteil bei der Finanzierung verringere die Attraktivität der Transaktion, schrieb Analystin Britta Schmidt in einer Studie vom Donnerstag. Bis die erwarteten Synergien gehoben seien, werde noch viel Zeit vergehen. Am Buchwert gemessen sei der Titel günstig, bezogen auf die kurzfristigen Gewinnerwartungen jedoch teuer.
TNT NV
LONDON - Morgan Stanley hat TNT von "Equal-weight" auf "Overweight" heraufgestuft und das Kursziel von 32,00 auf 34,00 Euro angehoben. Die Aktie dürfte aufgrund anhaltender Konsolidierungsspekulationen innerhalb der Branche ihre Bewertungsprämie beibehalten, schrieb Analyst Menno Sanderse in einer Studie vom Donnerstag. Angesichts einer zu erwartenden Rezession in Europa und den USA seien die durchschnittlichen Gewinnschätzungen für das kommende Jahr aber noch zu hoch. Daher dürfte die Aktie zunächst seitwärts tendieren.
UNILEVER NV
LONDON - Lehman Brothers hat Unilever von "Equal weight" auf "Underweight" zurückgestuft und das Kursziel von 22,80 auf 19,40 Euro reduziert. Die Produkte des Konsumgüterunternehmens seien im Branchenvergleich stärker von Konsumeinsparungen betroffen, schrieb Analyst Alex Smith in einer Studie vom Donnerstag. Zudem hänge das Wachstum des Konzerns sehr stark an den aufstrebenden Volkswirtschaften, deren Entwicklung vorsichtig betrachtet werden sollte.
FREITAG
MERRILL LYNCH & CO I
NEW YORK - Goldman Sachs hat die Einstufung für Merrill Lynch von "Neutral" auf "Sell" gesenkt und das Kursziel auf Sicht von sechs Monaten von 28,50 auf 22,00 US-Dollar reduziert. Zudem habe er die Aktie auf die "Conviction Sell"-Liste gesetzt, schrieb Analyst William Tanona in einer Studie vom Freitag. Sehr schwach erwartete Drittquartalszahlen bei den Investmentbanken dürften den Druck auf die Branche ebenso erhöhen wie weitere Abschreibungen im Zusammenhang mit der Kreditkrise.
STMICROELECTRONICS
LONDON - Die UBS hat die Einstufung für STMicroelectronics (STM) von "Neutral" auf "Sell" gesenkt, das Kursziel aber auf 7,50 Euro belassen. Die Häufung negativer Nachrichten aus dem Halbleiter- und Hardware-Zulieferbereich in den letzten Wochen deute klar auf zyklische Risiken hin, schrieb Analyst Nicolas Gaudois in einer Sektorstudie vom Freitag. Auch wenn europäische Hersteller von einem derzeit schwächelnden Euro profitierten, seien die Aktien weiterhin mit Vorsicht zu genießen. Bevorzugter Branchenwert bleibe Infineon Technologies , nicht zuletzt wegen des möglichen Qimonda-Verkaufs.
UNILEVER PLC
LONDON - Die UBS hat die Einstufung für Unilever von "Sell" auf "Neutral" und das Kursziel von 1.395 auf 1.600 Pence angehoben. Der neue Konzernchef Paul Polman dürfte vor allem das Beteiligungsportfolio in Form bringen und einigen Kredit bei den Anlegern haben, schrieb Analyst Alan Erskine in einer Studie vom Freitag. Er sehe derzeit keinen Grund mehr, die Aktie mit einem Abschlag gegenüber dem Branchendurchschnitt zu bewerten.
WACKER CHEMIE AG
FRANKFURT - Cheuvreux hat Wacker Chemie von "Outperform" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 195 auf 117 Euro gesenkt. Die anhaltende Schwäche in einigen Schlüsselmärkten und die gestiegenen Rohstoffpreise dürften die Gewinnmargen im Siliziumbereich bis ins Jahr 2010 hinein sinken lassen, schrieb Analyst Klaus Ringel in einer Studie vom Freitag. Die kurzfristigen Aussichten seien aufgrund der Entwicklung in der Halbleiterindustrie eher trüb. Die Prognostizierbarkeit für das hochmargige Polysiliziumgeschäft sei jedoch noch gut, so dass für diesen Bereich keine Risiken bestünden. Allerdings sei dies bereits im Kurs eingepreist. /fn
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