03.09.2013 14:17
Bewerten
 (0)

ETFs: Es wird wieder gehandelt

"Richtig was los": ETFs: Es wird wieder gehandelt | Nachricht | finanzen.net
"Richtig was los"

Von einer deutlichen Geschäftsbelebung berichten Market Maker im Handel mit Indexfonds.

"Im Vergleich zu den Vorwochen ist wieder richtig etwas los", kommentiert etwa Gregor Hamme von der Unicredit Group in London. Und auch bei der Commerzbank kann von einem Sommerloch keine Rede mehr sein: "Nach knapp über 9.000 Trades in den zurückliegenden Wochen ist die Anzahl der Orders wieder über 11.000 gestiegen, das gehandelte Volumen hat ebenfalls zugenommen", weiß Market Maker Frank Mohr.

Das Gros der Umsätze entfalle dabei auf Aktien-ETFs. "Der Anteil der Aktien-Tracker am gesamten ETF-Geschäft lag in der vergangenen Woche bei 88 Prozent, verglichen mit 9 Prozent der Renten-ETFs. Anleihen sind also kaum noch der Rede wert, macht der Anteil am Gesamthandel hier doch normalerweise 18 bis 20 Prozent aus", erläutert Mohr.

Renaissance der Schwellenländer?

Mohr

Auffällig ist, wie Kleefeld beobachtet, dass erste Investoren offenbar wieder Chancen in Schwellenländeraktien sehen. "Nur zur Erinnerung: Der Trend diesen Jahres war ja raus aus den Emerging Markets, rein in Aktien der Industrieländer und dabei erst in US-Werte, dann in europäische und mit der Verschärfung der Syrien-Krise dann wieder zunehmend raus aus europäischen. Seit einigen Tagen setzen einige Anleger offenbar aber auch wieder auf eine Erholung der Schwellenländermärkte", fasst der Market Maker der Deutschen Bank zusammen. Unter anderem beobachtet Kleefeld Käufe von Tracker indischer Aktien (WKN DBX1NN), einhergehend mit der jüngsten Stabilisierung der Rupie. Noch am vergangenen Mittwoch war die indische Währung auf ein Rekordtief zum US-Dollar gefallen und ist seitdem auf Erholungskurs.

Die massive Abwertung von Währungen in Schwellenländern macht in ganz Asien Unternehmen zu schaffen, die sich in den vergangenen Jahren angesichts niedriger US-Zinsen lieber günstig im Ausland anstatt in ihrer Heimatwährung verschuldet haben. Mit der gerade begonnenen Zinswende in den USA wird es nun jedoch deutlich teurer, die Verbindlichkeiten zurückzuzahlen. Die ohnehin schon angespannte wirtschaftliche Situation in einigen Ländern verschärft sich dadurch.

Im Tracker des breiten Schwellenländerindex MSCI Emerging Markets von iShares (WKN A0HGZT) ist laut Commerzbank bisher jedoch kein Kaufinteresse zu beobachten: "Vergangene Woche haben wir hier wie schon die ganze Zeit fast nur Abgaben gesehen", meldet Mohr.

Lieber auf die sichere Seite

Hamme

Im Handel mit Sektor-ETFs beobachtet Hamme Umschichtungen raus aus dem Finanzsektor (WKNs 628930, LYX0AQ) und rein in Aktien aus eher defensiven Branchen wie Telekommunikation (WKN ETF077) oder Gesundheit (WKN LYX0AS). " Neben der allgemeinen Tendenz hin zu defensiven Werten wurde im Telekomsektor in den vergangenen Tagen sicher auch der Ausstieg von Vodafone aus dem US-Mobilfunkmarkt gespielt", merkt Hamme an. Der britische Mobilfunkkonzern hatte am gestrigen Montag den Verkauf seines 45-prozentigen Anteils am US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless bekannt gegeben. Die Konzernmutter Verizon wird 130 Milliarden Dollar, also knapp 100 Milliarden Euro, an Vodafone zahlen.

von Karoline Kopp, Deutsche Börse AG

© 3. September 2013

Disclaimer Die nachfolgenden News werden Ihnen direkt von der Redaktion von boerse-frankfurt.de bereitgestellt. Die hierin enthaltenen Angaben und Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Keine der hierin enthaltenen Informationen begründet ein Angebot zum Verkauf oder die Werbung von Angeboten zum Kauf eines Wertpapiers.

(END) Dow Jones Newswires

   September 03, 2013 08:01 ET (12:01 GMT)- - 08 01 AM EDT 09-03-13

3. September 2013. FRANKFURT (Börse Frankfurt).

Bildquellen: Stuart Monk / Shutterstock.com
Suchen

Heute im Fokus

DAX geht tief im Minus ins Wochenende -- Dow Jones schließt leicht im Plus -- VW mit Milliardengewinn -- BASF-Aktie fällt trotz höherem Quartalsergebnis -- Rocket Internet, NVIDIA, Nordex im Fokus

Griechischer Zentralbankchef Stournaras dringt auf Einigung mit Gläubigern. VW-Führungsspitze verdient künftig weniger. Risse in Triebwerken des Bundeswehr-Pannenfliegers A400M. Kongress-Rede Trumps birgt Sprengkraft für die Börsen. ProSiebenSat.1-Aktien fallen - Analyst will klarere Digitalstrategie. Bitcoin erreicht neues Rekordhoch.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BASFBASF11
Nordex AGA0D655
Daimler AG710000
BayerBAY001
Apple Inc.865985
Scout24 AGA12DM8
BMW AG519000
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
adidas AGA1EWWW