12.02.2013 16:30
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Börse Frankfurt/ETFs: Mit Vorsicht genießen

· Fonds-Marktbericht · ETF-Marktbericht · Fünf neue ETFs · Statistischer Rückblick

12. Februar 2013. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Unentschlossenheit verbinden ETF-Händler mit den jüngsten Bewegungen der meisten europäischen Aktienmärkte. Die höhere Volatilität der vergangenen Woche habe zwar Aktivitäten im ETF-Handel ausgelöst. "Umsätze und Anzahl der ETF-Trades bewegen sich auf hohem Niveau", meldet Frank Mohr von der Commerzbank. Von einer klaren Richtung könne aber keine Rede sein. "Käufe und Verkäufe halten sich mit 51 zu 49 Prozent in etwa die Waage."

Das erneute Aufflackern der Schuldenkrise im Euroraum mit der steigenden Volatilität an den Aktienmärkten als eine Folge wirken auch auf die Orderbücher von Florian Perini. "Der Hilferuf Zyperns, der Schmiergeldskandal in Spanien und die anstehenden italienischen Wahlen nahmen Investoren zum Anlass Gewinne einzustreichen", meint der Händler von Flow Traders und spricht von einer stärkeren Gewichtung hin zu Anleihen. Zudem wirke eine Erns -& Young-Studie, die vor einem wachsenden Berg an faulen Krediten in den Büchern europäischer Banken warnt. Bedingt durch hohe Arbeitslosigkeit in den Euro-Peripheriestaaten könnten viele Bürger ihre Verbindlichkeiten nicht mehr fristgerecht bedienen.

Ausgeglichener Handel in ETFs mit europäischen Aktien

Mohr

"Immer wieder macht sich etwas Nervosität breit", ergänzt Mohr. Bedingt durch die hohe vorhandene Liquidität stünden aber jedem Verkäufer gleich wieder Käufer gegenüber. Ausgeglichen gehe es etwa in DAX-ETFs (WKN 593393) zu, während Euro Stoxx 50-Tracker bei der Commerzbank in Summe in den Anlegerdepots landeten. Perini berichtet von gleichermaßen Käufen und Verkäufen in hiesigen Bluechip- und Euro Stoxx 50-Trackern (WKNs 593395). "Auch MDAX-ETFs (WKN 593392) wurden in beide Richtungen gehandelt."

Stefano Valenti von der UniCredit sieht an ndizes japanische und US-amerikanische Aktien gekoppelte ETFs auf Wochensicht vorn, gefolgt von Emerging Market-ETFs. "Indexfonds auf europäische Indizes stehen bei uns erst dritter Stelle."

US-Tracker kommen an

Perini

Marktbreiten MSCI World-ETFs (WKNs A0HGZR, DBX1MW) sind bei Flow Traders überwiegend gekauft worden. In ETFs mit Aktien des S&P 500 (WKN 264388) und des MSCI North America (WKN A0J206) geht es laut Perini eher ausgeglichen zu. "Auch die US-Märkte scheinen nach der Kursrally im Januar zu pausieren."

Ja zu Emerging Markets

Gut an kommen Valenti zufolge weiterhin Schwellenländer-Aktien (WKN A0HGZT). "Bei der UniCredit haben diese Produkte den Markt in der vergangenen Woche getrieben." Bewegung in beide Richtungen macht der Händler beispielsweise in Tracker des MSCI Turkey (WKN A0LGQN) aus und begründet den Zuspruch mit der hohen Volatilität des Index in der vergangenen Woche, die auch Anleger mit kurzfristigerem Horizont angelockt hätte. "Teilweise schwankten die Kurse an einem Tag bis zu 4 Prozent." Auf Jahresbasis habe der Index aber eine beeindruckende Performance hingelegt.

Abgesehen von Trackern des MSCI Asia (WKN DBX1AE), die Perini ebenfalls auf der Käuferseite führt, wurden Schwellenländer ETFs wie der db x-trackers MSCI Emerging Markets (WKN DBX1EM) und der (WKN DBX0M2) bei Flow Traders rege aber ausgeglichen gehandelt. Raus aus Südafrika (WKN LYX0BY) und rein in die Türkei (WKN LYX0AK) heißt es bei Marco Salaorno von der Société Générale.

Anleger meiden Banken-ETFs

Im Bereich der Sektoren dominieren einmal mehr Banken-ETFS (WKN A0F5UJ, WKNs ETF062, ETF066) das Geschehen, die Mohr überwiegend auf den Abgabelisten führt. Die jüngsten Bankenskandale hätten auf Investoren abschreckend gewirkt. "Bei den Branchen haben die Banken-Produkte bei uns auf Wochensicht einen Anteil von 34 Prozent."

Hingegen führt Salaorno den Finanzsektor (WKN LYX0A4) auf der Kaufseite. Gefragt seien zudem Indexfonds, die die Medien- (WKN LYX0AU) sowie die Reise- und Freizeitbranche (WKN LYX0A2) abbilden.

Anleihen gefragt

ETFs mit deutschen Staatsanleihen fänden bei Flow Traders wieder mehr Aufmerksamkeit. "Käufe standen hier deutlich im Vordergrund." Besonders beliebt seien hiesige Staatsanleihen mit kurzen (WKNs 628947, 628948) und mittleren (WKN 628949) Laufzeiten. Ebenfalls überwiegend gefragt würden Unternehmensanleihen, wie sie etwa im IShares Markit iBoxx Euro Corporate Bond (WKN 251124) und im IShares Markit iBoxx US-Dollar Corporate Bond (WKN A0DPYY) enthalten sind. Sowohl Zu- als auch Abflüsse verbucht Perini im IShares Markit iBoxx High-Yield Corporate Bond (WKN A1C8QT)

© 12. Februar 2013 / Iris Merker

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(END) Dow Jones Newswires

   February 12, 2013 10:00 ET (15:00 GMT)- - 10 00 AM EST 02-12-13

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