14.05.2013 14:31
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Börse Frankfurt/ETFs: Zurückhaltung trotz Rekordlaune

14. Mai 2013. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Das Geschäft hat sich wieder belebt. "Dass es in den vergangenen beiden Wochen eher ruhig war, hatte sicherlich viel mit den Feiertagen zu tun. Jetzt bewegen wir uns mit mehr als 13.000 Trades auf Wochensicht wieder im oberen Umsatzbereich", fasst Martina Schröttle von der Commerzbank zusammen. Eine ähnliche Tendenz beobachtet auch Sidi Kleefeld von der Deutschen Bank. "Wir haben gut zu tun, mehr noch als in der Vorwoche. Getrieben werden die Umsätze vor allem vom Aktienbereich, hier insbesondere von japanischen und russischen Indizes sowie dem DAX."

Gerade beim deutschen Leitindex, der in der vergangenen Woche ein Allzeithoch nach dem nächsten markiert hatte, verzeichnet die Commerzbank eine überdurchschnittlich hohe Handelsaktivität. "DAX-Tracker (WKNs 593393, DBX1DA) sind ja auch sonst schon die Umsatzbringer, in der zurückliegenden Woche war aber noch mal deutlich mehr los: Immerhin machten Indexfonds, die die Entwicklung des Dax abbilden, ein Fünftel des gesamten ETF-Volumens aus", weiß Schröttle. Eine einheitliche Richtung habe sich dabei jedoch nicht abgezeichnet. "Es war eher ein rein und raus, Käufe und Verkäufe hielten sich weitestgehend die Waage." Kleefeld beobachtet indes einen deutlichen Kaufüberhang bei DAX-ETFs.

Fernost bleibt auf den Einkaufslisten

Japanische Aktien sind nach übereinstimmendem Bericht der Händler unverändert sehr beliebt bei Investoren. "Hier sehen wir fast ausschließlich Käufe. Vor allem gegen Währungsschwankungen abgesicherte Japan-ETFs (WKNs A1H53P, DBX0KT) erfreuen sich regem Interesse", berichtet Kleefeld mit Blick auf die Talfahrt des japanischen Yen. Allein im vergangenen halben Jahr hat die japanische Währung gegenüber dem US-Dollar fast ein Drittel an Wert verloren.

Auch Christian Ötterich von Flow Traders beobachtet einen Kaufüberhang bei Trackern japanischer Indizes, allerdings auch bei nicht gesicherten Produkten, wie etwa dem iShares MSCI Japan (WKN A0DPMW).

Schröttle bestätigt: "Der MSCI Japan ist sehr gefragt, sowohl mit Währungsabsicherung als auch ohne. Zuletzt zählte der nicht abgesicherte UBS-ETF MSCI Japan A (WKN 793461) zu den beliebtesten Produkten aus diesem Bereich."

Russische Aktien profitieren von Ölphantasien

Unter den Schwellenländer-Indizes steht laut Commerzbank der schon seit einigen Wochen rege gehandelte MSCI Emerging Markets (WKNs DBX1EM, A0HGZT) in der Gunst von Investoren. Stefano Valenti von der Unicredit spricht zudem von regem Interesse nach lateinamerikanischen (WKN LYX0BE) sowie russischen (WKN LYX0AF) Aktienindizes.

Auch Kleefeld beobachtet Käufe in russischen Aktien und geht davon aus, dass dies auch etwas mit dem vorübergehenden Ölpreisanstieg in der vergangenen Woche zu tun haben könnte. Die Furcht vor einer Ausweitung des Bürgerkriegs in Syrien hatte die Notierungen am Ölmarkt Anfang vergangener Woche in die Höhe getrieben. "Gegen Ende der Woche haben bei Russland-ETFs dann aber wieder Gewinnmitnahmen eingesetzt", ergänzt Valenti.

Gewinnmitnahmen bei Euro-Staatsanleihen

Im Rentensegment hat die Richtung der vergangenen Wochen laut Unicredit zuletzt gedreht. "Nachdem Staatsanleihen aus den Krisenstaaten der Euro-Peripherie zuletzt stark gekauft wurden, reduzieren Investoren seit gut zwei Tagen ihre Positionen. Es nicht so, als würde stark verkauft - vielmehr sieht es nach ein paar Gewinnmitnahmen aus, nachdem die Renditen der italienischen und spanischen Staatsanleihen nicht mehr noch tiefer gesunken sind", erläutert Market Maker Ciriaco Carrozino.

Im Gefolge der jüngsten Leitzinssenkung der EZB war die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen vergangene Woche unter die Marke von 4 Prozent gesunken. Seit dem Tief bei 3,81 Prozent geht es wieder leicht aufwärts. Aktuell rentieren die italienischen Benchmark-Papiere bei knapp 4 Prozent.

Um Bundesanleihen ist es nach Auskunft von Unicredit und Commerzbank aktuell eher ruhig.

Wenig los im Sektorenhandel

Im Sektorenhandel sind die Umsätze, wie Schröttle berichtet, zuletzt zurückgegangen. "Der Bereich machte zuletzt nur noch etwas mehr als 6 Prozent des ETF-Geschäfts aus, sonst sind es um die 9 Prozent." Unter anderem sei der Immobiliensektor gefragt, bei Bankenwerten hielten sich Käufe und Verkäufe weitestgehend die Waage.

© 14. Mai 2013/Karoline Kopp

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   May 14, 2013 08:01 ET (12:01 GMT)- - 08 01 AM EDT 05-14-13

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