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31.01.2012 15:57

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Börse Frankfurt-News: Banken-Indexfonds ziehen wieder (ETFs)


    FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 31. Januar 2012. Nach den kräftigen Kursgewinnen an den Aktienmärkten in den ersten Januarwochen wurden ETF-Anlegern in den vergangenen Tagen die Probleme in der Eurozone zwar wieder etwas näher vor Augen geführt. Gänzlich verderben lassen sie sich ihre Laune aber nicht.

 

Trotz nachlassender Dynamik an den Aktienmärkten: Die Stimmung im ETF-Handel bleibt überwiegend freundlich, auch wenn es, je nach Nachrichtenlage, immer mal wieder zu Abgaben kommt. Unter dem Strich ist das Geschäft ausgeglichen mit leichtem Käuferüberhang, wie die meisten Händler meinen. Dabei seien die Umsätze gut. "Anleger zeigen sich mittlerweile wieder etwas vorsichtiger", kommentiert Jörg Sengfelder von der DekaBank.

 

Aktien-ETFs ohne klare Richtung

 

Im Mittelpunkt des Interesses stehen, wie üblich, Aktien-Indexfonds. Der Dax konnte, trotz Einbußen am Freitag, in der vergangenen Woche immerhin noch um 1,7 Prozent zulegen, nach dem Rücksetzer am gestrigen Montag geht es auch am heutigen Dienstag wieder aufwärts. Eins zu eins schlägt sich die Entwicklung der Dividendentitel am ETF-Markt aber nicht nieder. Die Deutsche Bank meldet im Handel mit DAX-Trackern (WKN DBX1DA) Käufe und Verkäufe in gleichen Maßen, bei Euro Stoxx 50-Indexfonds (WKN DBX1EU) spricht Alexander Kuppler von einer leichten Verkäuferdominanz. Mehr Beachtung als üblich finde der US-Nebenwerte-Index Russell 2000 (WKN DBX1AB).

 

Auch Flow Traders sieht Handel in beide Richtungen in europäischen und US-amerikanischen Indexfonds. Nichts so die Commerzbank: "Es gibt einen klaren Käuferüberhang bei DAX-, Euro Stoxx 50- und auch S&P 500-Indexfonds", erklärt Frank Mohr (WKNs ETF001, ETF050, ETF012). Auch beim MDAX-ETF (WKN 593392) hätten Anleger meist zugegriffen. "Unternehmen präsentieren sich gut, zudem ist viel Geld da, das angelegt werden muss."

 

Banken-ETFs: Hoffen auf Ende der Durststrecke

 

Unterdessen stoßen die im vergangenen Jahr verschmähten Banken-ETFs wieder auf Interesse. Laut Jörg Sengfelder von der DekaBank zeigen sich Anleger bei Euro Stoxx Banks- (WKN 628930) und Stoxx Banks-ETFs (WKN A0F5UJ) kauffreudig. Short-Produkte auf den Bankensektor würden hingegen abgestoßen. "Bei uns dominieren mit 65 bis 70 Prozent die Zuflüsse in Banken-ETFs", konkretisiert Frank Mohr (WKN ETF062). Der Banken-Tracker von iShares (WKN 628930) verzeichnet auf Sicht von einem Monat ein Plus von 8 Prozent, auf Jahressicht ist allerdings immer noch ein Minus von 41 Prozent zu verbuchen.

 

Im Übrigen finden Anleger laut Commerzbank auch an ETFs mit Technologie-, Automobil- und Versicherungswerten (WKNs ETF076, ETF061, ETF070) Gefallen. "Defensive Werte werden hingegen eher abgegeben", ergänzt Mohr und nennt Telekommunikations-, Grundstoff- und Gesundheits-Indexfonds (WKNs ETF077, ETF063, ETF068) als Beispiele.

 

BRIC-Staaten ziehen

 

Wenn sich Investoren für Schwellenländer-Indexfonds entscheiden, dann meist für marktbreite Produkte, wie Händler beobachten (WKNs A0HGZT, ETF127). Doch auch auf einzelne Länder wird gesetzt, und hier ziehen offenbar abermals die BRIC-Staaten. Laut Deutsche Bank griffen Anleger bei ETFs mit brasilianischen Aktien zu (WKN DBX1MR), die DekaBank sieht vor allem Käufe bei Russland- und China-Fonds (WKNs LYX0AF, A0F5BW). Flow Traders hat ebenfalls Zuflüsse beim db x-trackers Russia (WKN DBX1RC) ausgemacht, doch auch türkische Aktien kämen gut an (WKN A0LGQN).

 

Weiter Abzüge aus Geldmarktfonds

 

Anders als auf dem Höhepunkt der Eurokrise stehen ETFs mit Bundesanleihen nicht mehr unbedingt nur auf den Einkaufslisten. Einige Händler melden sogar mehrheitlich Abflüsse: "Es sind aber keine massiven Verkäufe", räumt Kuppler mit Blick auf den db x-trackers II iBoxx Euro Germany 1-3 (WKN DBX0C9) ein. Auch laut Commerzbank trennen sich Investoren tendenziell von deutschen und auch europäischen Staatsanleihen. Flow Traders meldet hingegen Käufe (WKNs ETFL18, ETFL19).

 

Außerdem wird nach wie vor mit Geldmarktfonds Kasse gemacht. "Das dient der Liquiditätsbeschaffung", erklärt Mohr (WKN ETF100). Im Bereich Fixed Income wollen Anleger von Banken übrigens nach wie vor nichts wissen. "Gefragt sind ETFs mit Unternehmensanleihen außerhalb des Bankensektors", erklärt Sengfelder mit Verweis auf den ETFlab iBoxx Euro Liquid Non-Financials Diversified (WKN ETFL38) und den iShares Barclays Capital Euro Corporate Bond ex-Financials (WKN A0YEEX).

 

© 31. Januar 2012 / Anna-Maria Borse

 

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

 

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