22.01.2013 14:55

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Börse Frankfurt-News: Banken bei Anlegern beliebt (ETFs)


    FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 22. Januar 2013. ETF-Händler sprechen von einer guten Woche. Eine klare Richtung wie in den ersten beiden Handelswochen lasse sich aber nicht mehr ausmachen. Von den Sektoren sind Banken klarer Favorit.

 

Von einer sehr aktiven Woche berichten Market Maker im Handel mit Indexfonds. "Das Volumen ist zwar nicht mehr ganz so groß wie in den ersten beiden Wochen des Jahres, aber weiterhin auf sehr hohem Niveau", meldet Jörg Sengfelder von der DekaBank. Auch Martina Schröttle spricht von einem munteren Handel: "Mit 13.500 Trades lagen wir in der abgelaufenen Woche klar am oberen Ende."

 

Die eindeutige Kauftendenz der zurückliegenden Wochen habe sich jedoch nicht mehr fortgesetzt, ergänzt Schröttle. "Gerade im Aktienbereich zeigt sich ein etwas uneinheitliches Bild. Zwar überwogen hier in den vergangenen Handelstagen weiter die Käufe, allerdings nur bei Trades mit vergleichsweise kleinem Volumen. Die großen Orders  waren tendenziell eher auf der Verkaufsseite", erklärt die Händlerin. Es sehe dementsprechend danach aus, als kauften Retail-Anleger über die gesamte Palette, während institutionelle Investoren Gewinne mitnähmen. Das Verhältnis von Käufen zu Verkäufen im gesamten ETF-Geschäft beziffert Schröttle auf 49 zu 51 Prozent.

 

Laut Flow Traders aus Amsterdam sind die Engagements der Investoren in den vergangenen Handelstagen hingegen weiter gestiegen. Market Maker Bernardus Roelofs spricht von einem Kauf-Verkauf-Verhältnis von 53 zu 47 Prozent. Auch Sengfelder beobachtet eine anhaltende Tendenz in Richtung Risiko.

 

Uneinheitliches Bild bei Aktien-ETFs

 

Zu den am stärksten gehandelten Produkten zählen laut Schröttle an den Dax gekoppelte Indexfonds (WKNs 593393, ETFL01). "DAX-ETFs haben rund 17 Prozent des gesamten Umsatzes mit Indexfonds ausgemacht. Allerdings sind davon mehr als die Hälfte Verkäufe. Gefragt war indes der ShortDAX-ETF von db x-trackers (WKN DBX1DS)", berichtet Schröttle. Auch bei Trackern des Euro Stoxx 50 und des MSCI Emerging Markets verzeichnet die Commerzbank Abgaben.

 

Sengfelder beobachtet hingegen einen ausgeglichenen Handel in DAX-Trackers und einen Kaufüberhang bei anderen Aktien-ETFs. "Der Euro Stoxx 50 (WKNs ETFL02, 593395) wurde zuletzt eher gekauft. Besonders stark gesucht war jedoch der FTSE (WKN DBX1F2) und der MSCI Japan", erklärt der Händler mit Blick auf die jüngsten geldpolitischen Lockerungen der japanischen Notenbank. Daneben seien Anleger aber auch bei einigen Exoten eingestiegen - etwa in den db x-trackers MSCI Mexico Index (WKN DBX0ES) oder den db x-trackers MSCI EM LatAm Index (DBX1ML) mit einer Abdeckung der wichtigen Aktien Südamerikas.

 

Risikofreude bei Festverzinslichem

 

Im Rentensegment zeigt sich indes ein eindeutiges Bild: Raus aus vermeintlich sicheren deutschen Staatsanleihen (WKNs ETFL17, ETFL20, 628947) und rein in Corporate- (WKNs ETFL35, ETFL38) und Schwellenländer-Bonds (WKN A0RFFT), wie Sengfelder berichtet. Auch die Nachfrage nach Jumbo-Pfandbriefen (WKNs 263526, ETFL35), die sich durch hohe Liquidität und gute Bonität auszeichnen, bleibe wie schon in den vergangenen Wochen hoch. "Daneben wurden sogar italienische und vor allem spanische (WKN A1J0BH) Staatsanleihen wieder gekauft", ergänzt Schröttle und spricht von einem Hinweis auf zunehmende Risikofreude der Anleger. Im Zuge der Schuldenkrise im Euroraum werden die Renditen von Staatsanleihen aus den hochverschuldeten Peripherieländern am Markt zunehmend als Risikobarometer gesehen.

 

Roelofs beobachtet vor allem bei Unternehmensanleihen einen Kaufüberhang (WKN 251124).

 

Bankaktien gesucht

 

Eine klare Richtung machen die Händler bei Sektorindizes aus: "Klarer Favorit waren in den vergangenen Handelstagen ETFs mit Bankwerten (WKN ETF062). Die Branche machte gut ein Drittel des gesamten Umsatzes in Sektor-ETFs aus, wovon wiederum gut zwei Drittel Käufe waren", fasst Schröttle zusammen. Sengfelder und Roelofs bestätigen diese Tendenz: "Der Bankensektor ist zuletzt sehr stark nachgefragt worden, ebenso der db x-trackers Stoxx® Europe 600 Banks (WKN DBX1SF) oder auch der iShares EURO STOXX Banks (DE) (WKN 628930)", weiß Sengfelder. Roelofs beobachtet zudem Käufe im Lyxor ETF STOXX Europe 600 Banks (WKN LYX0AP).

 

Schröttle verzeichnet daneben weiterhin hohe Umsätze in ETFs mit Rohstoffunternehmen: "Basic Resources machen aktuell gut ein Fünftel des gesamten Sektorumsatzes aus, wobei die Käufe in den vergangenen Tagen überwogen. Ebenso im Immobiliensektor, der gut ein Zehntel der Sektorenumsätze ausgemacht hat."

 

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© 22. Januar 2013 / Karoline Kopp

 

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

 

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