11.12.2012 15:12
Bewerten
(0)

Börse Frankfurt-News: Europäische Aktienkörbe gesucht (ETFs)

DRUCKEN
    FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 11. Dezember 2012. Euro Stoxx 50 und Dax sind bei engagierten ETF-Anlegern nach wie vor beliebt. Händler sprechen von anhaltender Kauflaune der Investoren. In den übrigen Segmenten zeigt sich indes ein gemischtes Bild.

 

Von einer sehr aktiven Woche berichten Market Maker im Handel mit Indexfonds. "Mit fast 15.000 Trades lagen wir in der vergangenen Woche klar am oberen Ende der Umsatzspanne. Aber auch das Volumen der einzelnen Orders hat noch einmal deutlich angezogen", kommentiert Martina Schröttle von der Commerzbank. Dabei sprechen die Händler von einem deutlichen Kaufüberhang: "Vor allem im Bluechip-Bereich wird über die gesamte Breite gekauft", meldet Mark Schönbrodt von der Deka Bank.

 

Zu den am stärksten gefragten Produkten zählen laut Schröttle an DAX und Euro Stoxx 50 gekoppelte Indexfonds (WKNs ETF001, ETFL01, LYX0AC)  (WKNs ETFL02, 593392, 593395, 935927). "DAX-ETFs haben in der abgelaufenen Handelswoche 15 Prozent des Gesamtumsatzes ausgemacht, Tracker des Euro Stoxx 50 immerhin 9 Prozent. Davon waren beim Euro Stoxx rund drei Viertel Käufe. Die Kauflaune der Anleger ist weiterhin da", fasst die Händlerin zusammen.

 

Aber auch der MDAX ist, wie Schönbrodt berichtet, wieder stärker ins Visier der Investoren gerutscht. So sei etwa der iShares MDAX (DE) (WKN 593392) rege gekauft worden.

 

Globale Produkte gefragt

 

Laut Flow Traders waren in den vergangenen Handelstagen vor allem Schwellenländerindizes gesucht, während der Handel in Indexfonds, die den DAX und den Euro Stoxx 50 nachbilden, ausgeglichen gewesen sei. "Von den Emerging Market -ETFs wurde fast alles nachgefragt: Sowohl breit aufgestellte Produkte als auch spezielle ETFs zu Märkten wie Brasilien (WKN LYX0BE), Korea (WKN A0HG2L), Indien (WKN LYX0BA), China (WKN DBX1FX), Russland (WKN LYX0AF), Türkei (WKN LYX0AK) und Süd-Afrika (WKN LYX0BY) wurden gekauft", erklärt Händler Florian Perini.

 

Die Deka Bank meldet hingegen überwiegend Verkäufe von Schwellenländer-ETFs (WKN u.a. ETFL34). Gesucht waren nach übereinstimmender Auskunft der Market Maker globale Bluechip-ETFs und Produkte, die US-Märkte abbilden. So spricht Schönbrodt von regen Käufen im ETFlab MSCI USA (WKN ETFL26) als auch im iShares MSCI Australia (WKN A1C2Y7).

 

Festverzinsliches ohne erkennbare Tendenz

 

Im Rentensegment lässt sich kein einheitliches Bild ausmachen. Schönbrodt berichtet von Käufen in Emerging Market Bonds (WKN A0NECU) und kurzlaufenden europäischen Staatsanleihen. Anleger engagierten sich beispielsweise im iShares Capital Barclays Euro Government Bond 1-3 (WKN A0J21A), der Staatsanleihen der Euro-Länder enthält, die bei Emission eine Laufzeit von mindestens 1,5 Jahren und zum Zeitpunkt des Erwerbs eine Restlaufzeit von mindestens 1,25 Jahren haben. Zudem müssen die Anleihen durch Standard & Poor's mindestens mit der Bonitätsnote AA bewertet sein. Auch der ETFlab iBoxx ? Liquid Sovereign Diversified 1-3 (WKN ETFL12) ist laut Schönbrodt gesucht, der liquide Anleihen der öffentlichen Hand enthält. Ebenfalls würden auch Indexfonds mit Unternehmensanleihen gekauft (WKNs 251124, ETFL38).

 

Deutsche Staatsanleihen (WKN ETFL18) werden in Schönbrodts Orderbüchern verkauft, bei Schröttle und Perini allerdings gekauft (WKNs ETFL20, 628946). "Wir haben im Rentenbereich einen Abbau eher risikoreicher Positionen wie Corporate Bonds (WKN DBX0EY) gesehen, während Sicherheit gesucht war", merkt Schröttle an.

 

Überwiegend Verkäufe beobachten sowohl Commerzbank als auch Deka Bank im Geldmarktsegment (WKNs ETFL22, A0Q4RZ). "Nachdem Anleger hier in der vorangegangenen Woche stark zugekauft hatten, kam einiges wieder zurück. Das ist aber keine Besonderheit, da Geldmarkt-ETFs gerne als kurzfristiges 'Parkprodukt' genutzt werden", erläutert Schröttle.

 

Bunt gemischter Sektorenhandel

 

Auch hinsichtlich Branchen-ETFs gehen die Berichte der Händler auseinander. "Auf der Suche nach Diversifikation und positiver Performance haben Investoren nun auch die Immobilienmärkte als ETF-Anlageklasse gefunden. In den vergangenen fünf Handelstagen wurden in diesem Segment vermehrt Produkte (u.a. WKN A0HG2Q) nachgefragt", berichtet etwa Florian Perini. Der Bankensektor sei indes abgestraft worden. "Vor allem der Schock über Montis Rücktritt in Italien verunsichert die Märkte", kommentiert der Händler.

 

Während Schönbrodt die Verkaufstendenz im Bankensektor (WKN LYX0AP) bestätigt, kaufen die Anleger laut Schröttle in diesem Segment vermehrt zu (WKN ETF062). "Am stärksten nachgefragt wurden aber wie schon in den vergangenen Wochen die Sektoren Rohstoffe (WKN ETF063) und Technologie (ETF076)", ergänzt die Händlerin. Schönbrodt beobachtet hingegen vor allem im Telekomsektor (WKN DBX1ST) Käufe.

 

Möchten Sie den ETF-Marktbericht jede Woche an Ihre E-Mail erhalten, dann melden Sie sich an für den Börse Frankfurt Newsletter unter www.boerse-frankfurt.de /newsletter.

 

© 11. Dezember 2012 / Karoline Kopp

 

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

 

Melden Sie sich jetzt an!

Gold, Öl und Industriemetalle erleben ein Comeback: Kupfer legte beispielsweise seit Jahresbeginn über 20 Prozent zu. Welche Einstiegschancen sich nun ergeben, erfahren Sie im Online-Seminar am 19. Dezember.
Hier zum Rohstoff-Webinar anmelden!

ETF-Finder

Was sind ETFs?

Exchange Traded Funds sind an der Börse gehandelte Investmentfonds. ETFs haben keine Laufzeitbegrenzung und können daher wie Aktien permanent zum aktuellen Börsenpreis gehandelt werden. Beim Kauf eines Fondsanteils wird der Anleger zum Anteilseigner der im Fonds enthaltenen Bestandteile. Zugleich beteiligt sich der Investor damit auch an der Entwicklung der im Fonds befindlichen Papiere.
Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- US-Börsen schließen nach Rekord rot -- EZB lässt Leitzins unverändert -- Steinhoff muss Bilanz 2016 neu aufstellen -- Aurubis, Bitcoin, Disney, 21st Century Fox, Niki im Fokus

Institute: Deutsche Wirtschaft vor Hochkonjunktur. Siemens-Chef Kaeser: Medizintechnik künftig größer als Industrie. Rationpharm-Mutter Teva streicht 14.000 Stellen. Bank of England rührt Leitzins nicht an. Türkische Notenbank strafft Geldpolitik. Veränderungen in der Autobranche machen Bertrandt zu schaffen.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Webinar: Der große Ausblick auf 2018!

Am 13. Dezember gibt Simon Betschinger von TraderFox im Anlegerclub der Börse Stuttgart einen Ausblick auf das kommende Börsenjahr. Dabei nimmt er ausgewählte Aktien unter die Lupe und erklärt, warum er genau diese Werte für besonders aussichtsreich hält.
Jetzt kostenfrei registrieren
und dabei sein!

Top-Rankings

KW 49: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 49: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Weihnachtsgeld 2017
Wer bekommt wo wieviel?

Umfrage

Kommt die Jahresendrally des DAX noch?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Steinhoff International N.V.A14XB9
EVOTEC AG566480
RWE AG St.703712
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
AIXTRON SEA0WMPJ
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BP plc (British Petrol)850517
E.ON SEENAG99
Sabina Gold & Silver Corp.A0YC9U
CommerzbankCBK100
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
Lufthansa AG823212